Der Gocher Künstler Martin Lersch schuf ein Büchlein mit 126 Werken zeitgenössischer Kunst
"Ich liebe pictures malen"

Hat ein Faible für das Doppelquadrat. Martin Lersch (mit Franz Engelen) nutzt die immer gleiche Fläche für seine Arbeiten.Foto: Franz Geib
  • Hat ein Faible für das Doppelquadrat. Martin Lersch (mit Franz Engelen) nutzt die immer gleiche Fläche für seine Arbeiten.Foto: Franz Geib
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Die Digitalisierung macht es der Kunst echt schwer und Dr. Mann, der Leiter des Gocher Museums, bringt es krass auf den Punkt: "Dass Leute Bilder in Möbelhäusern oder den billigen Druck eines zeitgenössischen Werkes im Internet kaufen, finde ich schrecklich." Dabei seien Millionen von Künstlern auf der Welt darauf angewiesen, von ihren Mitmenschen faires Geld für ein gutes, ein echtes Produkt zu bekommen ...

VON FRANZ GEIB

Mit dem gleichen Motiv ist auch Martin Lersch, der Künstler aus Goch, zu Werke gegangen, als er jüngst ein kleines Büchlein schuf, dass neugierig machen soll auf die echte Kunst. Gemeinsam mit dem Gocher Museumsleiter und dem Verleger Franz Engelen präsentierte er eine Broschüre, die vor allem eins soll: Zum Nachdenken anregen. Nachdenken darüber, wie schwer es die Künstler haben, dass der wahre Wert ihrer Kunst noch wahrgenommen wird, in Zeiten in der diese als Ramschware auf den Markt geworfen wird.

126 Doppelquadrate

Auf 126 Doppelquadraten zeigt er Ausschnitte von Bildern der Malereien der Welt. Bilder von graphischen Werken haben ebenso ihren Platz im Büchlein gefunden wie Bilder von Bildhauereien.
Die Bilder zeigen Werke aus sechs Jahrhunderten Kunstgeschichte. Van Gogh, Renoir, Picasso und viele andere haben Lersch dazu inspiriert: "Im Herbst 2013 folgte ich einer mit 'J'aime pictures malen" benannten Idee und begann eine Bilderserie mit Ölfarben auf Papier zu machen." Wer diese Originale im Format 33 mal 66 Zentimeter, es sind rund 700, sehen oder gar erwerben will, darf den Künstler ruhig mal danach fragen. Diese hat er nämlich in seinem Atelier hinter dem Fahrkartenschalter im Gocher Bahnhof.

Nachzahlung re-investiert

Der Künstler selbst hat diese und schließlich das Heft unabhängig von ökonomischen Ansprüchen geschaffen. Eine Nachzahlung der Verwertungsgesellschaft Bild und Kunst habe er in das Buch gesteckt.
Bei seinem Kunst-Freund Franz Engelen fand er damit sofort ein offenes Ohr, zusammen mit Aline van der Grinten, Tochter von Gattin Gesine, die die Fotos der Originale machte und einer Grafik-Designerin entstand das kunstfertige Büchlein. Engelen hatte hierfür noch hochklassiges Papier aus einem früheren Projekt zur Hand.
Zu haben ist das kleine Buch im Buchhandel, im Museum, beim Pagina-Verlag oder in der Klever Galerie K zum Preis von zehn Euro.

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