GKK Rot-Weiß verleiht Alt-Bürgermeister Theo Brauer einen Orden
„Karneval ist eine Tür in die Gesellschaft“

Da strahlen Theo Brauer (links) und seine Frau Jutta um die Wette. Der ehemalige Bürgermeister von Kleve wurde vom 1. GGK Rot-Weiß um Sitzungspräsident Achim Verrieth (2.v.r.) und den Vorsitzenden Jörg Lang (rechts) mit dem Orden für hervorragende Verdienste um den niederrheinischen Karneval ausgezeichnet. ^Foto: Steve
  • Da strahlen Theo Brauer (links) und seine Frau Jutta um die Wette. Der ehemalige Bürgermeister von Kleve wurde vom 1. GGK Rot-Weiß um Sitzungspräsident Achim Verrieth (2.v.r.) und den Vorsitzenden Jörg Lang (rechts) mit dem Orden für hervorragende Verdienste um den niederrheinischen Karneval ausgezeichnet. ^Foto: Steve
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Im Gocher Museum wurde von der 1.GGK Rot-Weiß zum 58. Mal der „Orden für hervorragende Verdienste um den niederrheinischen Karneval“ verliehen. Dieses Jahr ist die Wahl auf Theo Brauer, den ehemaligen Bürgermeister von Kleve, gefallen, der auf eine lange politische und karnevalistische Karriere zurückblicken kann.
Lucia Bürvenich

GOCH. Nach der Begrüßung erwartete die Gäste eine kleine Überraschung. Mit viel Helau und in Begleitung seiner Garde marschierte der Klever Prinz Tobias Grundmann in den Raum, um seinerseits dem Klever Preisträger die Ehre zu erweisen. Theo Brauer war sichtlich überwältigt und wahrscheinlich eines der wenigen Male in seinem Leben sprachlos.

Nach einer kleinen Ansprache von Prinz Tobias folgte eine Laudatio von Achim Verrieth, die für allgemeine Begeisterung sorgte. Von Theo Brauers Kindheit, zwischen Rübenklauen und „Schellekes spielen“ über seine erste Verbindung zu Goch durch den Besuch der Gaesdonck bis hin zu seiner Zeit als Politiker, wurde sein Leben humorvoll beschrieben. Der ehemalige Bürgermeister versteckte sich bei manchen Passagen hinter seiner Frau, während er bei anderen lauthals lachte und applaudierte.

Als Begründung für die Wahl des Alt-Bürgermeisters als Ordensträger führte der Laudator an: „Durch seine mitreißende Euphorie, Freude und Begeisterungsfähigkeit sowie sein grenzenloses Engagement lebt er den Niederrheinischen Karneval, lebt er unser Brauchtum.“

Natürlich durften Geschichten über Brauers Karnevals-Karriere nicht fehlen, in die der ehemalige Bürgermeister eher zufällig hineinschlitterte, ohne wirklich Ahnung von „diesem närrischen Getue“ zu haben. Nach einem Auftritt als „billiger Jakob“ auf dem Trödelmarkt der Ringschule wurde er gefragt, ob er nicht spontan das Amt des Karnevalsprinzen in der kommenden Saison übernehmen wolle. Er sagte, ohne lange nachzudenken "ja" und wurde so kurze Zeit später, am 18. November 1978, als „Theo der Feurige“ proklamiert.
Mit dieser und vielen anderen Anekdoten führte Achim Verrieth die Gäste durch Theo Brauers Leben und erntete dabei viele Lacher.

"Erst kommt das strahlende Lächeln, dann der Rest von Theo"

Nach der Laudatio hielt die stellvertretende Bürgermeisterin Gabi Theissen eine Rede, in der sie den Preisträger mit den Worten beschrieb „Erst kommt das strahlende Lächeln, dann der Rest von Theo.“

Darauf folgte der Höhepunkt des Abends – die Ordensverleihung. Begeistert nahm der Ausgezeichnete den Orden und eine Urkunde in Empfang und hielt eine Dankesrede. Für ihn sei Karneval eine Tür in die Gesellschaft und durchaus ein ernsthaftes Geschäft, da er Fleiß, Ideen, Kreativität, Freude und unvergessliche Stunden schenke.

Eine Sache, für die er jahrelang gekämpft habe, sei die Einführung des Amtes der Karnevalsprinzessin, das es in Kleve nicht gibt. „Ich verstehe nicht, wie man die Hälfte der Bevölkerung einfach ausschließen kann“, erklärte er verärgert.
In Goch allerdings gibt es, im Gegensatz zu Kleve, eine Karnevalsprinzessin und dieses Amt bekleidete 2015 Theo Brauers persönliche Referentin Martina Welbers. Bei ihrer Inthronisierung im November 2014 bekundete er: „Darf ich etwas sagen? Heute bin ich ein Gocher!“

„Goch ist einfach topp“, fuhr der Ordensträger fort und betonte wie sehr ihn der heutige Tag berühre.

Nach dieser Dankesrede und einer langen Reihe von Gratulanten und fand als Abschluss des Abends schließlich die erste Prunksitzung der GKK statt.
Über 40 Jahre ist seine Krönung als „Theo der Feurige“ schon her, doch Feuer und Flamme für Karneval ist er auch heute noch.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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