Mit Handarbeit fing alles an

Die Früchte dieses Jahres präsentierte der Erntedankzug in Nierswalde. Foto: Steve
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  • hochgeladen von Franz Geib
Wo: Nierswalde , Dorfstraße, 47574 Goch auf Karte anzeigen

Der Singkreis Nierswalde ließ sich gestern von Petrus nicht die Laune vermiesen. Der Wettergott sandte zum Erntedankfest Regen und die Damen und Herren taten, was sie am besten können: Singen.
Der Dorfplatz füllte sich zum Start des Erntedankzuges schnell, um sich genauso flott zu leeren. Als die Wagen zum ersten Mal am Robert-Gassner-Platz vorbeirollten, gab es erstmal Regen. Und auch bei der zweiten Runde hatte Petrus noch kein Einsehen und machte die kunstvoll-geschmückten Wagen und herrlich geschneiderten Kostüme triefend nass werden.
Doch als der Zug zum letzten mal den zentralen Dorfplatz ansteuerte, rissen die Wolken auf und konnte sich der Jubiläumszug endlich von seiner besten Seite zeigen.
Denn die Aktiven des Heimatvereins, des Kindergarten Bullerbü und der Vereine hatten sich reichlich ins Zeug gelegt, um den Zuschauern ein farbenfrohes 60. Erntedankschauspiel zu bieten.
Mit „Handarbeit fing alles an“ machte der Heimatverein einleitend auf die folgenden zwanzig Zugnummern und Fußgruppen aufmerksam.
Die waren thematisch bestens auf die 60 Jahre Erntearbeit und -dank eingestimmt: So bekamen Sämaschinen und Mähdrescher in den 50er Jahren beispielsweise menschliche Züge, statt Motorenkraft unter die Haube. Bauer und Bäuerin mussten halt damals noch selbst ran, um die Felder zu bestellen.
Doch die Arbeit auf den Feldern hat sich gewandelt erfuhren die Gäste am Straßenrand bei der nächsten Nummer: Vom Lebensmittelproduzenten zum Energielieferanten mutierten die mittlerweile landwirtschaftlichen Großbetriebe, die Wind- und Sonnenkraft arbeiten und handeln.
Doch damals wie heute, so die Losung der Nierswalder und Rodenwalder Bauernschaften, war Einigkeit angesagt, wenn wie Heimatvereinsvorsitzender Gerd Henkel in seiner Begrüßungsrede festellte, das Leben der Bauern in den vergangenen Jahren mehr als Plackerei war, weil die Existenz nach wie vor vom Wettergott abhängig ist: „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein mit den letzten 60 Jahren, weil wir anders als die Menschen in Pakistan (Wasser), Russland (Feuer) und in der Karibik (Ölverschmutzung) von großen Katastrophen verschont wurden.“ Und dafür gab es nochmal den Dank an Petrus.

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