Neues Musikprojekt: „Musik kommt dir entgegen“
Musik macht mobil

 Die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks (rechts) traf sich mit Martha Seuken und war von deren Engagement begeistert.
  • Die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks (rechts) traf sich mit Martha Seuken und war von deren Engagement begeistert.
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

Um es salopp zu formulieren: Martha Seuken hat Musik im Blut, denkt in Dur und Moll und engagiert sich leidenschaftlich dafür, dass schon Kinder mit der Musik in Berührung kommen. Gerade im ländlichen Raum ist dies nicht einfach. Es hängt oft an den Distanzen. Martha Seuken macht es umgekehrt: Der Unterricht kommt ins Haus.

ASPERDEN/KESSEL. Gerade im ländlichen Raum ist es häufig nicht einfach, Kindern außerschulische Aktivitäten zu ermöglichen - wenn beispielsweise die nächstgelegene Musikschule viele Kilometer entfernt ist, hat dies häufig zur Folge, dass vielen Kindern das Erlernen eines Instruments nicht möglich ist. "Es ist traurig, dass deshalb so viele Talente unentdeckt bleiben. Hier soll das Projekt ansetzen“, erläutert die pensionierte Musiklehrerin, die bis zu ihrem Ruhestand am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Kleve unterrichtet hat und heute noch stundenweise in der Grundschule in Asperden und Kessel Musikunterricht gibt.

Dem möchte Martha Seuken mit dem Projekt „Niers-Kendel macht Musik mobil: Musik kommt dir entgegen“ entgegenwirken. Mit ihrer Projektidee hat sie auch den Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. überzeugen können, der das Projekt im Rahmen des Programms „Musik vor Ort“ fördert. Damit ist es eins von nur 37 Projekten, die aus 800 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Instrumentalunterricht vor die Haustür bringen

Das Ziel des Projekts ist es, fachkundigen Instrumentalunterricht vor die Haustür der Kinder zu bringen, konkret an den Ort, an dem Kinder sich ohnehin aufhalten: in die Grundschule oder die unmittelbare Umgebung.

So wird z.B. den Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassen der Niers-Kendel-Grundschule die Möglichkeit gegeben, nach dem Unterricht in den Räumlichkeiten der Grundschule ein Instrument zu lernen. Für die Eltern entfällt somit der Aufwand, die Fahrt zur Musikschule organisieren zu müssen; zudem soll der Instrumentalunterricht im Projektzeitraum zunächst weitgehend kostenlos sein.

Martha Seuken hat bereits viele qualifizierte Instrumentallehrerinnen und -lehrer gefunden, die bei dem Projekt mitmachen. Zudem werden Leihinstrumente zu sehr günstigen Preisen zur Verfügung gestellt. Mittelfristig hat sie es sich zum Ziel gemacht, ein Ensemble aufzubauen, das auch an Musikevents teilnehmen könnte.

Das Projekt hätte bereits im März beginnen sollen, nun ist der Start für nach den Sommerferien geplant. Der Grund sit wie so oft in 2020: Aufgrund der Corona-Pandemie musste zunächst eine Zwangspause eingelegt werden.

Förderung der sozialen Kompetenzen

Auch die Politik ist auf das Projekt aufmerksam geworden. Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, hatte sich mit Martha Seuken zum Gespräch getroffen, um mehr über das Vorhaben zu erfahren und war erfreut: "„Musikunterricht fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die motorischen und kognitiven Fähigkeiten sowie soziale Kompetenzen. Deshalb ist es bedauerlich, dass die Möglichkeit zum Erlernen eines Instruments nicht jedem Kind zur Verfügung steht. Martha Seuken füllt mit ihrem Projekt nun diese Lücke und hat dabei meine volle Unterstützung.“

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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