NRW-Kampagne #ichhelfemit
Erste Kita-Helferin im Familienzentrum Sterntaler in Goch

Melanie Belack desinfiziert die Türklinken im Familienzentrum Sterntaler in Goch.
  • Melanie Belack desinfiziert die Türklinken im Familienzentrum Sterntaler in Goch.
  • Foto: Julia Lörcks
  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

Melanie Belack (51) ist die erste Kita-Helferin im Familienzentrum Sterntaler in Goch. Vorerst bis zum Ende des Jahres unterstützt sie das Team des Caritasverbandes Kleve – von Wäsche waschen über Tische und Türklinken abwischen und desinfizieren bis hin zur Zubereitung des Mittagessens.

Goch. Sie ist Tisch-Deckerin, Snack-Zauberin und Hygienefee zugleich: die Rede ist von Melanie Belack. Die 51-Jährige ist seit Mitte Oktober die erste Kita-Helferin im Familienzentrum Sterntaler an der Mühlenstraße in Goch. Vorerst bis zum Ende des Jahres unterstützt sie das Team des Caritasverbandes Kleve beim Bewerkstelligen des veränderten Kita-Alltages.

„Eine wirkliche Entlastung“, sagt Katrin Völlmecke, Leiterin des Gocher Familienzentrums. Sie hofft, dass die Kampagne des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. „Corona hört ja nicht mit dem Jahreswechsel auf. Auch danach müssen wir weiterhin die durch die Pandemie notwendig gewordenen Hygieneregeln einhalten und auch umsetzen.“

Die Landesregierung hat die Kampagne „#ichhelfemit“ Mitte August gestartet. Nach eigenen Angaben ist es eine Initiative zur Unterstützung der pädagogischen Kräfte in den Kindertagesstätten während der Corona-Pandemie, die zunächst bis zum 31. Dezember 2020 läuft. Das heißt: Die Kita-Helfer sollen das pädagogische Personal bei einfachen, alltäglichen, nicht-pädagogischen Arbeiten entlasten. Familienminister Joachim Stamp dazu: „Die Kita-Helferinnen und -Helfer sind kein Ersatz für unsere pädagogischen Kräfte, sondern sie sollen in der Pandemie eine Unterstützung im Kita-Alltag sein.“

Insgesamt stellt das Land 105 Millionen Euro bereit, davon sind 94,5 Millionen Euro für die Kita-Helfer und 10,5 Millionen Euro für Schulungen, Arbeitsschutz und Hygienemaßnahmen vorgesehen. Jede KiBiz-geförderte Kindertageseinrichtung kann einen Antrag auf Unterstützung durch einen Alltagshelfer in der Kindertageseinrichtung in Höhe von bis zu 10.500 Euro stellen.

Davon hat auch der Caritasverband Kleve, der der Träger des Familienzentrums Sterntaler ist, Gebrauch gemacht. „Wir begrüßen die Möglichkeit, dass das Land NRW uns als Trägern durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel eine Entlastung in dieser doch auch im Alltag eines Familienzentrums herausfordernden und sehr besonderen Zeit ermöglicht hat. Diese Unterstützung kommt sowohl den Kindern, als auch den Mitarbeitern direkt zugute und ist eine wunderbare Entlastung im Alltag“, sagt Dirk Wermelskirchen, Fachbereichsleiter Jugend und Familie.

Melanie Belack ist schon nach wenigen Tagen voll und ganz im Familienzentrum Sterntaler in Goch angekommen. „Ich wasche die Tische ab und desinfiziere mehrmals am Tag alle Flächen und Türklinken. Ich fülle die Materialien auf, kümmere mich um die Wäsche und bereite das Frühstück sowie das Mittagessen vor. Arbeit ist genug da, der Vormittag ist im Nu vorbei. Auch einen Ausflug habe ich schon begleitet, nach dem Essen bereite ich zudem Bastelarbeiten vor“, sagt Belack, die gelernte Bürokauffrau ist und auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung war.

Zunächst bis Ende des Jahres ist sie montags bis freitags von 8 bis 13.30 Uhr im Familienzentrum Sterntaler und unterstützt das Kita-Team des Caritasverbandes. „Es macht mir unheimlich viel Freude zu sehen, wie sehr meine unterstützende Arbeit hier gebraucht wird“, so Belack. Das kann Einrichtungsleiterin Katrin Völlmecke nur bestätigen. „Schön, dass sie da ist. Sie sieht die Arbeit und hilft uns ins diesen herausfordernden Zeiten.“


Das ist das Familienzentrum Sterntaler

Das Familienzentrum Sterntaler an der Mühlenstraße 50 in Goch ist eine dreigruppige Einrichtung für bis zu 50 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren. Betreut und begleitet werden sie durch 14 pädagogische und therapeutische Mitarbeiter sowie drei hauswirtschaftliche und zwei ehrenamtlichen Kräfte. Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die ganzheitliche Förderung der Kompetenzen eines jeden Kindes. Neben Beratung und Bildung stehen Sprache, Inklusion, Integration, Eltern- und Netzwerkarbeit im Mittelpunkt. Der Leitsatz des Familienzentrums lautet: Es ist normal verschieden zu sein. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 7 bis 16.30 Uhr.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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