Schmuggelware im Sarg? - Eine Zeitreise in die Nachkriegsjahre gibt's demnächst in Weeze

Merkwürdige Gestalten sind am 24. April in Weeze unterwegs. Schmuggeln sie etwa Schmuggelware im Sarg nach Weeze? Foto: privat
  • Merkwürdige Gestalten sind am 24. April in Weeze unterwegs. Schmuggeln sie etwa Schmuggelware im Sarg nach Weeze? Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen
Wann: 13.04.2018 ganztags

Eine Schmugglertruppe mit Schmuggelware in einem Sarg voller alter Gegenstände, die ersteigert werden können, wird im Rahmen der jährlichen Niederrhein-Reise der Crefelder Schau- und Belustigungsmenagerie am Dienstag, 24. April, um 20 Uhr im Biergarten Kevin’s Pub für Unterhaltung und staunen sorgen.

WEEZE. Im Nachkriegsjahr 1948 kam es in Krefeld-Linn zu folgender Begebenheit: Hermann Winkmann, zur damaligen Zeit Landwirt und Bewirtschafter des Winkelmann-Hofes in Linn, bildete zusammen mit fünf anderen gestandenen Linner Herren den Kegelclub „Gesellschaft Casino“. Diese sechs Herren trafen sich regelmäßig zu geselligen Abenden und reichlich anderen Aktionen. An einem dieser Abende begab es sich nun, dass ein Mitglied der Gesellschaft den anderen Berichtete, dass seine Bekannte, die Witwe Erna Buers, Wirtin der Gaststätte „Buers“ auf der Wasserstraße in Weeze (heute Kevin’s Pub) in einer Notsituation steckte. Genau wie andere Städte am Niederrhein litt auch Weeze unter den Folgen des Krieges und es mangelte an vielen Dingen. Erna Buers sollte nun in ihrer Wirtschaft eine Kommunionfeier ausrichten, wobei das größte Problem war, dass ihr die entsprechende Schnapsmenge für eine zünftige Feier fehlte.

Jede Menge Schnaps im Garten

Die Herren der Gesellschaft Casino beriefen am nächsten Tag eine Sondersitzung in der Gaststätte „Em Kontörke“ in Linn ein und entschlossen sich Frau Buers zu helfen. Im Laufe des feuchtfröhlichen Abends reifte ein ausgefuchster Plan. Sie wussten zufällig, dass Anfang 1945 noch vor dem Einmarsch der Amerikaner eine große Menge Schnaps im Garten der Familie Leven (Burgcafé Leven) vergraben war und sie beschlossen, diesen heimlich auszugraben und nach Weeze zu bringen. Doch wie sollte man den Schnaps unbemerkt und ohne Kontrolle transportieren? Viele Getränke später kam die „Schnapsidee“. Warum nicht unter dem Deckmantel eines frommen Leichenzuges den Schnaps in einem Sarg nach Weeze schmuggeln. Gesagt, getan.

So oder ähnlich könnte diese Geschichte tatsächlich abgelaufen sein. Die „Schmuggler aus Krefeld“ werden bei ihrem Besuch in Weeze sicherlich mehr darüber erzählen…

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