Die Kandidatenliste der CDU Goch für das Amt des Bürgermeisters wächst
CDU Goch – auf dem Weg zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten

Wettbewerb im Wahlkampf um das Amt eines Bürgermeisters ist immer gut. Dies gilt natürlich auch im internen Wettkampf der Parteien bei der Aufstellung ihrer Kandidaten.
In der Gocher CDU, die ihr Verfahren seit langer Zeit transparent dargelegt hat, wirft nun neben Jan Baumann auch Gaby Theissen, Ratsmitglied und seit 15 Jahren stellvertretende Bürgermeisterin ihren Hut in den Ring.
Sie tut dies allerdings  außerhalb eines parteilich vereinbarten Verfahrens, das sehr transparent durch den Vorstand der Partei, dem sie i.Ü. selbst angehört,  festgelegt wurde.
Dies weckt zumindest bei mir sofort Interesse, mehr bzgl. ihrer Motivation des von ihr alternativ gewählten Weges. Man von ihr aktuell oder in den langen Jahren ihrer Ratsmitgliedschaft und als Stellvertreterin des Bürgermeisters nichts Inhaltliches vernommen, was sie grundsätzlich und/oder aktuell zu einer spontanen Kandidatur bewogen haben könnte.

Zur Einordnung, die Gocher CDU hat sich wohl auch aufgrund einschlägig bekannter negativer Erfahrungen des Ortsverbandes einer großen Nachbargemeinde bei der Wahl ihres Kandidaten, ganz bewusst auf ein transparentes und befristetes internes Verfahren verständigt.
Gaby Theissen wurde in diesem Verfahren auch nicht etwa übergangen. Als Vorstandmitglied der CDU Goch war sie von Anfang an sogar daran beteiligt. Die Gocher CDU ist auch auf sie aufgrund ihrer Funktion als amtierende stellvertretende Bürgermeisterin frühzeitig zugekommen und hat sie  zu Ihren persönlichen Ambitionen hinsichtlich einer eigenen Kandidatur befragt. Sie hat in dieser Situation eine Entscheidung abgelehnt und die ihr angetragene Chance innerhalb des parteiintern vereinbarten Verfahrens nicht ergriffen. Nun die Kehrtwendung und leider noch dazu außerhalb des parteiintern abgestimmten Verfahrens! 

Mangelnde Bedenkzeit oder Entscheidungsdruck kann es auf keinen Fall gewesen sein. 15 Jahre als Stellvertreterin des Bürgermeisters dürfte wohl ausreichend Zeit sein, sich Gedanken zu eigenen Ambitionen und Zielen im Vorfeld einer anstehenden Wahl zu machen.
Es muss ihr auch völlig klar gewesen sein, dass eine solche grundsätzliche Anfrage ihrer eigenen Partei sehr frühzeitig und erneut an sie herangetragen würde.
Diese Frage dann zu verneinen und nach Ablauf der Frist einen Meinungswechsel Pro-Kandidatur zu vollziehen ist legitim, macht mich jedoch neugierig auf schlüssige und überzeugende Argumente oder Gründe, die im Rahmen der anstehenden Vorstellungsrunden durch die Ortsverbände wohl auch auf den Tisch kommen.

Die Gocher CDU hat jetzt mit Jan Baumann und Gaby Theissen  jedenfalls zwei hervorragende und honorige Alternativen zur Auswahl. In ihren Ausrichtungen jedoch nehme ich bereits unterschiedliche Politikansätze und Politikgenerationen wahr.
Qualität und Befähigung ist nicht nur am Lebensalter festzumachen. Bei gleicher Qualifikation bietet Jan Baumann jedoch  eindeutig eine strategisch bessere Perspektive für Goch, wenn er in das Amt des Bürgermeisters gewählt würde.
Dass er noch kein Gocher Bürger ist - dies sei mir als „Nicht in Goch Geborener“ gestattet festzustellen - ist nicht unbedingt ein Nachteil und i.Ü. auch nichts Neues.

Die Gocher CDU, die nach den klar verloren gegangenen letzten Kommunal-/ Bürgermeisterwahl erfolgreich den notwendigen politischen Neuanfang, inkl. der richtigen und notwendigen Übergabe von Verantwortung an jüngere Köpfe mit eigenen Ideen, gewagt hat, muss jetzt bei der Auswahl ihres besten Kandidaten für Goch, diesen strategisch eingeleiteten Weg der innerparteilichen Erneuerung auch bei der angestrebten Wiederübernahme des Bürgermeisteramtes im Auge behalten. Dieser Weg muss konsequent und positiv sowohl in personeller aber auch programmatischer Hinsicht gestaltet und fortgeführt werden. 

Der Weg der Verjüngung und der neuen Gesichter sollte sich im Übrigen deshalb auch bei der Kandidatenauswahl und -kür für die nächste Ratswahlperiode widerspiegeln. Neue Köpfe braucht nicht nur das Land, auch die nächste Generation ist im Rat dran, die Zukunft zu gestalten und politische Verantwortung für alle Gocher zu übernehmen. Ein Zurück in vergangene Zeiten und tradierte Verhaltensmuster verbietet sich.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die grundsätzlichen politischen Ansätze und Ziel, welche beide Kandidaten der Gocher CDU mit diesem Amt verbinden. Insbesondere ihre Themenpriorisierung und Vorstellungen, wie sich die Entwicklungen von Lösungsansätzen,  jenseits aller politischer Plattitüden und Sprechblasen, mit konkreten und abgeleiteten Maßnahmen umsetzen lassen, interessiert wohl nicht nur mich. 
Die Liste noch offenen lohnenswerten Handlungsbedarfs in und für Goch, die der derzeitige Amtsinhaber, gemessen an seinen Wahlversprechungen vor sich herschiebt, ist jedenfalls noch groß genug.

Autor:

Helmut Rother aus Goch

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