Digitalisierung
Goch "goes digital" - endlich

Die Stadt Goch „goes digital“ – endlich!

Man ist eigentlich versucht auszurufen „Endlich – Schlaf aus und vom Baum herunter“.
Einem Gutachten, dass sich sehr gut liest und richtige Handlungsfelder und Ansätze aufzeigt, wird gefolgt und 4 neue Stellen für eine Abteilung Digitalisierung eingerichtet.
Erstaunlicherweise hört man jedoch noch immer eine Grundsatzdiskussion um „nice to have“ und „must have“, von der man glaubte, dass man sie in diesem Bereich eigentlich schon hinter sich zu haben. Einige sind vielleicht doch noch zu langsam auf ihrem Weg vom Baum herunter.
Der Bürger wartet und erwartet endlich eine moderne Verwaltung und Service, der die Möglichkeiten und Chancen, welche die digitale Anbindung und das Potential ihrer Prozesse endlich nutzt. Hierzu muss das Rad in Goch auch nicht neu erfunden werden. Wer über den Horizont der eigenen Gemeinde hinausblickt, erkennt überall auch in den Verwaltungen anderer Gemeinden die diesen Weg früher gegangen sind die positiven Effekte.
Digitalisierung ist nicht nur die Anschaffung und Einrichtung von Computern, Servern, „Voice over IP“ Kommunikationsanlagen und die Einführung von SW-Applikationen. Digitalisierung bedeutet in erster Linie und nicht zuletzt auch den Willen für Anpassungen in den Organisationen, Strukturen und vor allem den Geschäftsprozessen.
Dieser Prozess ist an sich schon nicht trivial und wird im Bereich einer in vielen Bereichen überregulierten und sehr oft trägen öffentlichen Verwaltung zu einer Herkulesaufgabe.
So wird es z.B. bei den effizienten und innovativen Umsetzungen der Digitalisierung notwendig und hoffentlich von Anfang an auch darum gehen, Synergien in der Zusammenlegung von „Back End Office“ Lösungen z.B. zusammen mit anderen (Nachbar-) gemeinden zu finden.
Vier neue Stellen im Haushalt sind vor dem Hintergrund des Arbeitspaketes für eine solche Herkulesaufgabe nicht zu hoch gegriffen und auch die Dotierung ist angemessen und eröffnet die Möglichkeit, die notwendige Expertise in der Besetzung zu finden.
Dies sind keine Stellen, die intern ohne Qualifikation für einen Bewährungsaufstieg herhalten dürfen.
Hier muss in der Ausschreibung und Besetzung auf die Einhaltung der geforderten Expertise bestanden werden. Diese ist durchaus auch im regionalen Raum verfügbar. Goch bietet grundsätzlich attraktive Rahmenbedingungen im Lebensumfeld, die auch auswärtige überregionale Bewerber anziehen könnte.
Eine Kostendiskussion ist im Rat natürlich immer unausweichlich. Man sollte sie jedoch gerade in diesem Bereich als letztlich unabwendbare Investition in die Zukunft betrachten, die bei richtiger Umsetzung langfristig Synergien und Einsparungen in anderen Bereichen tatsächlich erzeugen wird.
Auch der Bürger muss mitgenommen werden und wird sich auf Veränderungen  in der Interaktion mit der Verwaltung einstellen müssen. Nicht zuletzt ist die Digitalisierung eine Aufgabe der gesamten Verwaltung und liegt nicht nur in dieser neuen Abteilung.  D.h. die Mitarbeiter müssen ihre Einstellung und gewohnten Arbeitsabläufe intensiv hinterfragen lassen. Das Niederrheinische Grundgesetz muss hierzu vielleicht sogar angepasst werden!

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