Krankenhaus in Goch - das Thema ist wieder aktuell
Karl-Leisner Klinikum (KKK) - Gocher Krankenhaus 2019 - nur ein Remake aus 2011?

Es ist wieder da. Das Thema „Krankenhaus Standort Goch “ ist offensichtlich erneut Gegenstand strategischer Planungen des KKK.
Mein heutiger Kommentar knüpft an dieser Stelle auch an eine Zusammenfassung und Ausblick aus dem Jahre 2012 an (Krankenhaus Goch - Eine Zwischenbilanz und Ausblick von ProWAH).

Liest man nun die aktuellen Meldungen, so halten sich die Beteiligten auf Seiten des KKK und Kuratoriums noch erkennbar mit verifizierbaren Aussagen  zurück. Selbst die Mitarbeitervertretung wollte sich nach der letzten Personalversammlung nicht dazu äußern.

Die Dinge sind also KKK intern im Fluß und Beschlüsse werden auf Seiten des KKK noch nicht kommuniziert.
Ein Blick auf die Ausgangslage und die bisher bekannten Planungen zeigt, dass die aktuellen Planungen genau dort anknüpfen, wo man in Goch 2012 nicht weiterkam und temporär unterbrechen musste.

Spätestens mit Fertigstellung der Investitionen in Kleve (u.a. Bettenhaus) wurden im Nordkreis inzwischen Fakten geschaffen, mit der heute eine weitere Konzentration von Leistungen in Kleve begründet werden können.
Dazu gehört die Planung, eine Verlegung der Ambulanz und Viszeralchirugie nach Kleve ins Auge zu fassen.

Ein grundsätzliches und deutliches Bekenntnis zum Erhalt des Standortes Goch als Krankenhaus kann und wird es deshalb auch vermutlich nicht mehr geben können. Der Weiterbetrieb des Wilhelm Anton Hospitals in Goch als Krankenhaus wird mittelfristig unter diesen Rahmenbedingungen sehr schwer zu halten sein.

Alternative Planungen für Goch wie mehr ambulante Angebote, Portalklinik, Geriatrie oder Pflegeschule sind wohl mehr oder weniger Placebos. Sie sollen die Öffentlichkeit und Mitarbeiter beruhigen, bieten bei näherem Hinsehen unter wirtschaftlichen Aspekten aber eher keine wirkliche nachhaltigen Alternativen für den Standort.

Die allgemeinen Rahmenbedingungen 2019 unterscheiden sich von denen in 2011. Die soll und kann nicht verkannt werden. Sowohl im Bereich des allgemeinen Gesundheitswesens (z.B. Krankenhausfinanzierung) aber auch im Bereich des KKK bzw. Kuratoriums hat sich da inzwischen Einiges verändert.

Waren z.B. 2019 die Planungen des KKK noch durch das Stiftungsrecht eingeschränkt, so kann man heute davon ausgehen, dass diese damals aus Sicht des Standortes Goch durchaus positiven Aspekte des Stiftungsrechtes, inzwischen ausgeräumt wurden.

Umso wichtiger ist in dieser Situation den Fokus auf die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Kreis Kleve aber auch dem Erhalt der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen in unserer Region zu legen.

Mit den Investitionsentscheidungen 2012 in Kleve wurde die Versorgung nicht im Zentrum sondern im Nordkreis konzentriert. Der Blick in die an den Nordkreis im Norden angrenzende Region zeigt, wie sich die anderen Krankenhäuser um Kleve herum in ihren Angeboten z.T. nicht nur zum Guten verändert haben. 

Mit der jetzt angedeuteten Fortsetzung des Weges des KKK und Konzentration der Leitungen in Kleve wird das Krankenhaus in Kleve/ der verbleibende Verbund ggf. sogar zu einem  attraktiveren Übernahmekandidaten für die großen Krankenhauskonzerne.
Spekulationen helfen dem Standort Goch jedoch an dieser Stelle nicht weiter.
Klarheit was mit diesem Standort geschehen soll, kann nur das KKK selbst mit einer möglichst zeitnahen Herstellung von Transparenz der Planungen herbeiführen.
Die Lehren von 2011 sollten dabei im Blick behalten werden. Die Entwicklung wird genau beobachtet und Hinhalten, falsche Versprechungen und Ausflüchte werden von den Betroffenen relativ schnell durchschaut.

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