Im Winter haben die Asperdener Segelflieger am Boden jede Menge zu tun
Fliegen ist schöner

Die Tragflächen werden vor dem ersten Start im Frühjahr geputzt und poliert.
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  • Die Tragflächen werden vor dem ersten Start im Frühjahr geputzt und poliert.
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

Ready for take off, so wird es in wenigen Wochen auf dem Flugplatz in Asperden heißen, wenn die Segelflieger wieder in den Himmel steigen. Seit Oktober sind sie aufgrund fehlender Thermik gezwungen, am Boden zu bleiben. Langweilig wird es dennoch nicht, denn in der Zeit zwischen November und März wird kräftig an den Segelflugzeugen gewerkelt.

ASPERDEN. Pflege- und Reparaturarbeiten sind an den Wochenenden in der beheizten vereinseigenen Werkstatt angesagt. Jugendliche, die das Fliegen unter Anleitung erfahrener Fluglehrer erlernen wollen, sind bemüht, ihre Schulflugzeuge startklar für die neue Saison zu machen und das heißt putzen, polieren und reparieren. Zwischen 14 und 25 Jahre alt sind die 50 Mitglieder der Jugendgruppe. "Teamgeist und Sozialverhalten sind wichtiger Bestandteil der Gruppenbildung", meint der stellvertretende Jugendleiter Dominik Tulip.

Ostern geht's wieder los

Ostern geht es los, dann wird ein sogenanntes Fliegerlager organisiert. Lässt die aktuelle Wetterlage es zu, so wird von morgens früh bis zum Sonnenuntergang geflogen.

Die Osterferien sind bereits fest für die weitere praktische Ausbildung eingeplant, um das theoretische Wissen, welches neben der Werkstattarbeit ein wichtiger Bestandteil der fliegerischen Ausbildung ist unter Beweis zu stellen.

Luftrecht, Navigation, Technik, Meteorologie und Verhalten in besonderen Fällen (Sicherheit) sind die Fächer, die gepaukt und später geprüft werden.
Manch ein junger Segelflieger, der hier seine fliegerischen Erfahrungen und in Folge dann eine Berufspilotenlizenz erwarb, sitzt heute bei großen Fluggesellschaften auf dem Copiloten- oder Kapitänsitz und fliegt quer durch Europa oder sogar weltweit. Einer der Segelfluglehrer ist bereits seit Jahren Kapitän eines Privatjet und fliegt den Eigentümer durch die ganze Welt.

"Sechs Segelflugzeuge stehen für die Ausbildung und später zum Alleinflug zur Verfügung", erklärt Steffi Blenkers, Segelflugreferentin und Vorstandsmitglied des Vereins und fügt mit einem begeisternden Lächeln hinzu: "Im Juli geht es im Konvoi nach Walldürn im Odenwald, wo wir zwei Wochen lang unser Sommerfliegerlager auf dem dort Flugplatz aufschlagen werden."

Wer sich für den Luftsport wie Segelflug aber auch Motorflug interessiert, der ist herzlich eingeladen, an einem Wochenende im Frühjahr nach Asperden zukommen um den Flugschülern über die Schulter zu schauen. Ein Blick in den Himmel kann schon genügen, um dem Bazillus "Fliegen" zu folgen und vielleicht nach einem Schnupperflug den Sprung in die anspruchsvolle Ausbildung zu wagen.

Die Tragflächen werden vor dem ersten Start im Frühjahr geputzt und poliert.
Auch wenn die Segelflieger nicht abheben können, gibt es genug zu tun.
Fotos: privat

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