Euro 2012 - Ein einmaliges Erlebnis neigt sich dem Ende zu!

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Unsere vier Jungs aus Keppeln erlebten in der Ukraine eine beeindruckende und spannende Europameisterschaft. Vor allem der souveräne Auftritt der deutschen Nationalelf mit dem Einzug ins Viertelfinale hat den Jungs geschmeckt. Damit war auch das Abenteuer Euro 2012 für peter hesseling, sebastian Fleskes, sebastian Wohlmannsstätter und Abndreas van Doornick zu Ende. Nun hieß es Abschied nehmen von der Ukraine und ihren Menschen. Hier der abschließende Bericht:

"Um kurz vor 19 Uhr traten wir die 18 ½ Stunden dauernde Rückreise nach Lviv an. Zusammen mit 50 Ukrainern, Polen und Russen und einem weiteren Deutschen hatten wir in den ersten Zugstunden gefühlte 40°C in unserem Abteil.
Wir haben die Zugfahrt größtenteils mit Schlafen und Kartenspielen verbracht. Der andere deutsche hat sich von seiner besten Seite gezeigt und betrunken eine Schlägerei mit einem älteren Russen angefangen. Der Grund dafür war schnell klar. 3 Flaschen Wodka sollte man nicht trinken wenn man alleine eine solche Reise vor sich hat. Am peinlichsten wurde es aber, als er sich übergeben musste und der Schaffner uns dazu bewegen wollte ihn auszuziehen und sauber zu machen, da wir ja auch Deutsche seien.
Trotz dieses nicht so schönen Erlebnisses hatten wir eine schöne Zugfahrt und konnten etwas ermüdet in Peters Geburtstag reinfeiern. Geschenkt haben wir Peter ein Original Ukraine-Trikot, das wir in Deutschland schon mit der Aufschrift „EURO 2012 PETER“ haben beflocken lassen. Peters Geburtstagsparty war in diesem Jahr also ein voller Erfolg. Eine schönere Location hätte er sich nicht vorstellen können.
Als wir dann am Freitag um 13 Uhr wieder in Lviv ankamen, waren wir froh endlich wieder an unserem Wohnmobil sitzen zu können und hätten Peters Geburtstagsabend eigentlich erfolgreich beenden können, wenn uns nicht noch von einem jungen Ukrainer 50€ geklaut worden wären. Nach einigen Diskussionen konnten wir es ihm leider nicht 100%ig beweisen. Witzigerweise war das schlechte Gewissen dann aber wohl doch größer und der Abend endete in einer Einladung zu Bier, Wein, Pommes und Würstchen in unserem Campingplatzrestaurant.
Mittlerweile sind bei uns am Campingplatz sehr viele Dänen. Anders als beim DFB wurde seitens des Dänischen Verbandes jede Menge organisiert. Im eigenen „Dänen-Camp“ gibt es jeden Abend eine große Fanparty sowie eine eigene Dänische Crew die sich um Probleme und Anliegen der Dänen kümmert. Am Samstag sind wir dann mit dem Taxi in die City von Lviv gefahren um Einkäufe zu erledigen. Die Taxipreise variieren hier zwischen 4,50€ und 40€. Teuer wird es aber meistens erst Abends wenn man nicht mehr 100%ig Herr seiner Sinne ist und nur noch froh ist im Taxi nach Hause zu sitzen. Heute mussten wir zum ersten Mal 50€ bezahlen was ungefähr ¼ des Ukrainischen Monatsgehaltes sein soll. In diesem Preis war aber eine 2,5 stündige Taxifahrt inkl. Führung durch den Supermarkt und eine Gratis Cola inbegriffen.
Taxifahrten darf man sich hier allerdings nicht so vorstellen wie sie uns bekannt sind. Der Fahrstil der Taxifahrer ist abenteuerlich und riskant. Schlaglöcher werden mit großen Bögen quer über die Straße umkurvt. Unser schönstes Taxi war ein Golf 1 wo der Fahrer uns mitteilte, dass der Kilometerstand ca. 2 Millionen beträgt.
So langsam heißt es Abschied nehmen und uns aufs letzte Spiel vorzubereiten. Da wir nach dem Spiel direkt losfahren wollen brechen wir heute am Sonntag schon unsere Zelte auf dem Campingplatz ab und fahren mittags mit dem Wohnmobil zum Stadion. Von da aus geht’s dann mit dem Bus in die Stadt. Diese ist heute anders als beim Portugal- Spiel bunt gemischt und es scheinen genauso viele Dänen wie Deutsche hier zu sein. Bei ca. 30 Grad im sonnigen Lemberg konnten wir noch das ein oder andere Bierchen geniessen um uns dann um ca. 19 Uhr auf den Weg zum Stadion zu machen. Wie bei allen Vorrundenspielen war die Stimmung auch diesmal wieder hervorragend. Bei allen drei Spielen hatte man zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit sich auf seinen Platz zu setzen. Es gab 90 Minuten Dauersupport.
Vor dem Spiel dachten wir noch, dass mehr Dänen als deutsche im Stadion sind – dies war aber ein Irrtum, denn das Stadion war mit ca. 17.000 deutschen Fans mal wieder fest in deutscher Hand!!! Die Atmosphäre ein weiteres Mal unbeschreiblich.
Als dann endlich der Sieg klar gemacht war und das Ausscheiden unserer Holländischen Freunde bekannt gegeben wurde gab es kein Halten mehr. Nach dem Schlusspfiff blieben wir diesmal lange im Stadion. Viele Deutsche feierten auf Ihren Plätzen zu „König Fußball“ oder „ An Tagen wie diesen“.
Um ca. 01.00 Uhr traten wir dann unsere Rückreise an, da wir zeitig über Ukrainisch-Polnische Grenze passieren wollten, da James seinen Flieger ab Krakau nach München bekommen musste.
Nach einer reibungslosen Rückfahrt trafen wir Montag um 22 Uhr wieder in Keppeln ein.
Für uns bleibt festzuhalten, dass es ein einmaliges Erlebnis war mit dem wir so nicht gerechnet hätten.
Neben freundlichen, hilfsbereiten und stolzen Ukrainern bleiben uns sicherlich auch anstrengende Tage und Nächte in Erinnerung. Hier hat uns sicherlich eine Weißheit von James bayrischen Kumpels mit denen wir durch Kharkiv gezogen sind weitergeholfen: „ Du musst deinem Körper zeigen wer der Herr im Hause ist“. Durch das sehr schmackhafte Lemberger Bier „1715“ (0,5 Liter kostet 1€) und auch dem Lemberger Wodka konnte man sich nur in das Land verlieben. Wir trafen so viele Ukrainer die einfach Stolz auf Ihr Land waren und mit denen wir viele Fotos schießen mussten.
Wir freuen uns trotz alle dem wieder im Lande zu sein und fiebern dem 01.07 entgegen um im Stadtpark den EM-Titel zu holen.

Mit sportlichem Gruß

Peter, Sebastian, Andreas und James"

Autor:

Lokalkompass Goch aus Goch

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