Der Kreis Kleve feiert Erntedank - In Nierswalde zuerst

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Wo: Gocher Wochenblatt, Hinterm Engel 18, 47574 Goch auf Karte anzeigen

Bauern können nicht gewinnen, sagen sie. Mal ist es zu nass, mal zu trocken, mal zu heiß, mal zu kalt. Trotzdem vergessen sie nie, ihrem Gott ein Wort der Anerkennung für die Ernte zuteil werden zu lassen. Auch nach diesem Sommer. So wie am Samstag, als die Nierswalder Ortsbauernschaft das Fest des Erntedanks feierte.
Und diesmal tat Petrus alles, um die Nierswalder Bauern und Hobbygärtner fröhlich zu stimmen. Blauer Himmel, abgenehmes Lüftchen, als sich am Samstag Nachmittag der 61. Erntedankzug durchs Dorf schlängelte und den zentralen Robert-Gassner-Platz umrundete.
Dafür bedankten sich die 15 Straßengemeinschaften und Vereine mit ihren wunderbar bunt geschmückten Wagen auf denen die Früchte, die der Sommer ihnen schenkte, drapiert waren.
Thematisch waren alle aufeinander abgestimmt: Die Kösliner Straße stellte zum Motto „Ein Sommer der keiner war“ ein paar Sonnenschirme auf den Wagen, die Sonnenstühle darunter blieben leer. An der Königsberger Straße gab man sich positiver und meinte nur „Hier scheint immer die Sonne.“ Die Nierswalder Tanzgruppe, der Kindergarten Bullerbü und mittendrin das diesjährige Erntepaar, dessen Stunde später noch kommen sollte, im schicken Zweispänner: Gerd Henkel, 25 Jahre im Vorstand der Ortsbauerschaft, 18 Jahre davon als deren Vorsitzender, und seine lebensgefährtin Hedy Gest aus der Pfalz.
Nachdem der Zug, angeführt vom Tambourcorps, seine abschließende Runde um den Dorfplatz beendet hatte und dort zum Stehen kam, übernahm der neue Vorsitzende der Ortsbauernschaft das Mikrofon: „Die Bauern sind nicht die Gewinner, das Frühjahr hat Raps und Getreide im Wachstum gehemmt. Doch Gott sei dank sind die Getreidepreise nach wie vor auf hohem Niveau.“Und weil die Lage in anderen Erdteilen, siehe Ostafrika, viel dramatischer ist, sei das Feiern des Erntedanks auch in heutigen Zeiten noch zeitgemäß, sprach Losch und überreichte seinem Vorgänger Gerd Henkel nach ein paar Tanzeinlagen und Musikstücken die Erntekrone. Verdient habe er sie allemal: Sein Engagement in der Ortsbauerschaft (43 Jahre), in der Feuerwehr (40 Jahre), in der Organisation des Erntedank-Frühschoppens am Sonntag, im Heimatverein, im Schützenverein, in der Bütt des Asperdener Karnevalsvereins und in der CDU ließen der Wahl einfach werden .
Übrigens: Auch seine leider verstorbene Ehefrau Maria war lange Zeit als Vorsitzende der Landfrauen aktiv. Und Lebensgefährtin Hedy stellt ihr mitmenschliches Engement regelmäßig als Sozialberaterin zur Verfügung.
Am heutigen Sonntag, 125. September, 11 Uhr, findet das Erntedankfest seinen finalen Höhepunkt. Ort ist das Schützenhaus, geboten werden Schinkenbraten, Würstchen, Pommes und mehr.
Foto: Steve

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