Neubau der Wohngruppe Knobbenhof nach neun Monaten Bauzeit feierlich eingeweiht

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Die neue Wohngruppe in Asperden wird zukünftig acht jungen Menschen mit und ohne Behinderung einen haltgebenden Lebensmittelpunkt bieten können. Bei einer Gesamtfläche von ca. 325 m² gibt es ausreichend Platz für das Leben in der Gemeinschaft und den individuellen Bedarf.

Die Stimmung bei der offiziellen Einweihung der neuen Caritas-Wohngruppe am Knobbenhof war fröhlich, locker und von Offenheit geprägt. Und damit passte sie sehr gut zu den schönen, hellen und großzügigen Räumen, aus denen das Gebäude der neuen Wohngruppe besteht. Anwesend waren neben der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Goch, Gabriele Theissen, ebenfalls die beiden Fachbereichsleitungen – u. a. aus dem Bereich Jugend – der Städte Kleve und Emmerich am Rhein sowie zahlreiche Kooperati-onspartner und Vertreter von benachbarten Institutionen, verschiedene Handwerker und natürlich auch Vertreter aus den anderen Wohngruppen sowie Fachbereichen des Caritasverbandes Kleve e.V.

Nach vielen guten Jahren in der alten Wohngruppe nebenan war Erneuerung und Modernisierung dringend erforderlich. Dirk Wermelskirchen, Fachbereichsleiter Jugend und Familie sowie Einrichtungsleiter der „Münze“ des Caritasverband Kleve e.V., brachte bei der Begrüßung seine Freude und seinen Dank zum Ausdruck, dass nach einer Bauzeit von ca. 9 Monaten und nach exakt 274 Tagen des Auszugs aus der alten Wohngruppe die neue Gruppe fertiggestellt werden konnte. Ein weiterer Dank galt denen, die die positive Atmosphäre in der Gruppe Tag für Tag schaffen – den Mitarbeitern, die die Bewohner zukünftig in der neuen Wohngruppe betreuen und bereits im Vorfeld bei der Einrichtung alles dafür getan haben, eine positive Atmosphäre zu schaffen. Im anschließenden Gesprächen erklärte Wermelskirchen: „Es geht hier nicht mehr um Versorgung oder Verwahrung, sondern darum, hohe Eigenständigkeit zu ermöglichen.“ Rechtlicher Hintergrund für diese Veränderungen sei das Bundesteilhabegesetz (BTHG), mit dem man laut Wermelskirchen das “Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen” der Vereinten Nationen (UN) umsetze: „Dies bietet viele Chancen, aber auch Risiken. Wir versuchen, die Chancen beim Schopfe zu packen.“ Aber es geht eben auch um gelebte Inklusion und Partizipation.

Dirk Wermelskirchen dankte ausdrücklich den zahlreichen, verlässlichen Partnern, die die neue Wohnlösung ermöglicht und ihr Entstehen engagiert begleitet haben: Insbesondere seinem Vorgänger Karl-Heinz Hüttermann für seine Beharrlichkeit zur Verwirklichung des Projektes, der Stadt Goch, vertreten durch die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Theissen, Pfarrer Dr. Heinz-Norbert Hürter und Diakon Aloys Pfalsdorf von der örtlichen Kirchengemeinde, den anwesenden Vertretern der umliegenden Kommunen, dem Malerbetrieb Boesten, dem Elektrounternehmen Carsten Coenen, dem Installationsbetrieb Jacobs & Nienhuys, der Schreinerei Terhoeven, der Dachdeckerei Jansen, dem Haus Freudenberg für die Möblierung und vielen weiteren Unterstützern.

Die stellvertretende Bürgermeisterin überbrachte herzliche Glückwünsche und merkte an, dass sie es zu schätzen wisse, dass es noch Menschen gäbe, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kinder-, Jugendliche und junge Erwachsene zu betreuen und zu unterstützen, die sich aus verschiedensten Gründen eben nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden.

Bei den in der Tat umfangreichen Planungen hat der Caritasverband „Treue zum Standort“ bewiesen, hoben Theissen und Hürter hervor. Beide berichteten von der Geschichte des Hauses und der schon jahrelang guten Nachbarschaft und gelebten Integration. Pfarrer Dr. Hürter überreichte einen Apfelbaum, welcher in der Geschichte von Asperden sowie speziell für das Grundstück auf dem die Wohngruppe errichtet wurde eine große Rolle spielte, denn dort stand in früheren Zeiten eine Apfelbaumwiese.

Der offizielle Akt wurde nach einigen Fürbitten und einem gemeinsamen Vater Unser Gebet mit der Segnung der einzelnen Räume durch Diakon Pfalsdorf beendet. Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit, den schönen Außenbereich zu genießen, auf der Terrasse ein Getränk zu sich zu nehmen und sich auszutauschen. Doch auch in den Räumen fühlten sich die Gäste sichtlich wohl und kamen miteinander ins Gespräch. Das kleine Fest gab bereits einen schönen Ausblick darauf, wie es sich dort zukünftig leben lassen kann.

Autor:

Verena Rohde aus Kleve

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