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Gochs Stadtarchivar wird jetzt viel Besuch bekommen ...

Im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit hatte die Kirche hatte das Sagen. Sie belegte, ob jemand existierte oder nicht. Nur so kann man ermessen, wie sehr sich das Gocher Stadtarchiv freut, dass es neuerlicher Besitzer von 48 Kirchenbüchern aus Goch und Umgebung ist.

Franz Gommans aus Hommersum hatte in jahrzehntelanger Kleinarbeit die Verzeichnisse und deren Inhalte zusammengetragen, sie kopiert oder, wenn dies niocht möglich war, mühevoll transkribiert (abgeschrieben). Mit nunmehr 86 Jahren sei er, so der Hommersumer, zu der Überzeugung gelangt, dass die Zukunft der Bücher im Stadtarchiv läge, weshalb er sie Hans-Joachim Koepp überließ.
Für den Gocher Archivar ein Glücksfall, und nicht allein deswegen, weil die Bücher das Lebenswerk von Franz Gommans bedeuteten: „Wer je Ahnenforschung betrieben hat, weiß, dass er irgendwann an einen Punkt kommt, wo er in ein Kirchenbuch schauen muss.“

Taufen, Eheschließungen und Sterbefälle

Taufen, Eheschließungen oder Sterbefälle wurden in früher Zeit hier, und zwar unabhängig von Stand, Geschlecht oder Vermögen, niedergeschrieben. Kirchenbücher sind somit wichtige und unverzichtbare Quellen für Historiker und Genealogen.

Verbindungen in die Niederlande

„Für mich bedeutet das nun viel Arbeit“, betont der Archivar mit Blick auf den zu erwartenden Zulauf: „Ahnenforschern machen diese Bücher viel Freude.“
Das Besondere an der Sammlung von Franz Gommans: Die Kirchenbücher stammen nicht nur aus Goch und den Ortsteilen, sondern auch aus niederländischen Gemeinden. Das ist wichtig, denn Verbindungen der Ahnenreihen in die Niederlande sind hierzulande nicht selten. Neben den kirchlichen verzeichnissen überreichte Gommans auch ein Volkszählungsverzeichnis der Gemeinde Helden aus dem jahr 1773 und eine Vormundschaftstabelle der ortschaften Ottersum, Oeffelt, Milsbeek und Aeldonk aus den Jahren 1755 bis 1775.
Den Einstieg in die Ahnenforschung fand der Hommersumer vor rund 35 Jahren, als ihm eine Totenzettelsammlung seiner Mutter in die Hände fiel: „Man fängt dann bei sich selbst an, stellt sich auf den Punkt Null. Die Frage nach dem ‚Wer bin ich?‘ oder ‚Woher stamme ich?‘ ließ mich seitdem nicht mehr los.“
In der Mitgliederzeitschrift von Mosaik, einer familienkundlichen Vereinigung für das Klever Land, veröffentlichte Gommans in den vergangenen Jahren zahlreiche genealogische Arbeiten, von ihm stammen etliche Veröffentlichungen zur Geschichte Hommersums.

Autor:

Franz Geib aus Goch

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