Bestmögliche Behandlung für Krebspatienten
Katholisches Karl-Leisner-Klinikum als onkologisches Zentrum zertifiziert

Stolz präsentiert Professor Volker Runde das Zertifikat des interdisziplinären onkologischen Zentrums. Mit ihm freuen sich (v.l.) Dr. Jörn Westheider (Leitender Oberarzt), Elke Beeker-Cornelissen (Klinische Studien), Stefan Smits (Qualitätsmanagement) und Gabriele Theissen (Regionaldirektorin).
  • Stolz präsentiert Professor Volker Runde das Zertifikat des interdisziplinären onkologischen Zentrums. Mit ihm freuen sich (v.l.) Dr. Jörn Westheider (Leitender Oberarzt), Elke Beeker-Cornelissen (Klinische Studien), Stefan Smits (Qualitätsmanagement) und Gabriele Theissen (Regionaldirektorin).
  • Foto: KKLE / Thomas Momsen
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Kreis Kleve/Goch. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum als interdisziplinäres onkologisches Zentrum zertifiziert. Das Zertifikat dokumentiert die hochwertige und qualitätsgesicherte Versorgung von Krebspatienten im Klinikum, es gilt für drei Jahre.
„In Deutschland stirbt jeder vierte Einwohner an einem bösartigen Tumor“, weiß Professor Volker Runde, der das onkologische Zentrum als Chefarzt der Klinik für Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin im Wilhelm-Anton-Hospital Goch leitet. „Wichtigste Aufgabe des Zentrums ist es, die Betreuung von Krebspatienten zu koordinieren und dabei im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes für eine sinnvolle Diagnostik und Therapie zu sorgen.“
Gemeinsam mit der onkologischen Ambulanz des Wilhelm-Anton-Hospitals bildet die Klinik für Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin den Kern des Zentrums, das vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen in den Vordergrund stellt. In das Kooperations-Netz des neuen Zentrums sind die chirurgischen Kliniken, die diagnostischen und bildgebenden Institute, die Klinik für Urologie und das Brustzentrum des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums eingebunden. Dazu kommen externe Praxen aus den Bereichen Strahlentherapie, Radioonkologie, Hämatologie und Onkologie sowie Pathologie. „Im Sinne der Patienten müssen stationäre und ambulante Versorgung Hand in Hand gehen“, so Professor Runde. „Das setzen wir mit Nachdruck um.“
Ein wichtiges Element der interdisziplinären Arbeit ist die sogenannte „Tumorkonferenz“, die mindestens einmal pro Woche stattfindet. Die Vertreter der verschiedenen Fachbereiche bringen ihre Expertise ein, erarbeiten Behandlungsrichtlinien für die wichtigsten Tumorerkrankungen und geben Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge einzelner Tumorpatienten.
„Die qualitätsgesicherte Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung der Ärzte und Mitarbeiter eines Onkologischen Zentrum gilt als wichtigster Garant dafür, dass eine hochwertige und umfassende medizinische Versorgung auch bei knapper werdenden Ressourcen wirtschaftlich durchgeführt werden kann“, betont die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie in ihrem Zentrumsverständnis. „Somit ist der Zweck der Etablierung von Onkologischen Zentren, eine flächendeckende, ganzheitliche, multidisziplinäre und integrative onkologische Langzeitversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ 61 dieser Zentren gibt es insgesamt in Deutschland, eins davon nun auch im Kreis Kleve.
Neben der ärztlichen und pflegerischen Kompetenz fordert das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie von einem onkologischen Zentrum eine Reihe weiterer Strukturmerkmale. Das beginnt bei der Zubereitung von Krebsmedikamenten, betrifft die jederzeit zugänglichen diagnostischen Möglichkeiten des onkologischen Zentrums und endet längst nicht bei der ständigen Verfügbarkeit von Intensiv- und Beatmungsplätzen.
„Unser Ziel für die Menschen im Kreis Kleve ist eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau“, betont Bernd Ebbers, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft. „Diese anspruchsvolle Zertifizierung als interdisziplinäres onkologisches Zentrum zeigt uns deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und für die Patienten ist sie ein wichtiger Wegweiser, der signalisiert: Bei uns sind sie gut aufgehoben.“

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