Von der Legehenne zum Freilandhuhn?

Diese Hühner leben jetzt in Goch.

Das Ungewöhnliche daran: Eigentlich sollten sie schon längst tot sein.
Nicht, weil sie krank sind oder dem Fuchs in letzter Sekunde entwischen konnten. Der einzige Grund ist, dass ihre Legeleistung nachlässt.

Als ehemalige Legehennen sind sie damit wertlos und werden – ganz wirtschaftlich – einfach durch neue Junghennen ersetzt.
Die „Alten“ (gerade einmal 15 Monate alt – normalerweise kann ein Huhn bis zu 10 Jahre werden) sind zum Abfallprodukt geworden und werden auf dem Großschlachthof entsorgt.

Dank „Rettet das Huhn“ (http://www.rettet-das-huhn.de/) blieb diesen beiden - sowie 1600 weiteren Hennen – dieser Weg erspart.
Ihr Leben hat sich vor einigen Tagen um 180° gedreht.
Bisher waren die zwei in „Bodenhaltung“. Das heißt: kein Tageslicht, auf engstem Raum in Käfigen gehalten (trotzdem heißt es Bodenhaltung, weil Legebatterien seit 2009 in Deutschland ja verboten sind…und…so ein Käfig hat irgendwie ja auch einen Boden) und ausschließlich darauf reduziert, permanent Eier zu produzieren.

Jetzt können sie dagegen Sonne und Wind kennenlernen, Körnerfutter probieren, sich frei bewegen, scharren und und und.

Momentan sind sie noch sichtlich überfordert mit der neuen Freiheit, bleiben lieber beim bekannten Legemehl und halten sich tagsüber überwiegend in einer Stallecke auf.
Sobald es abends aber etwas ruhiger wird, wagen sie sich auch schon mal an die Stalltüre.

10 Jahre werden unsere Legehennen-Rentnerinnen vermutlich nicht. Die Überzüchtung und die Leistung, die sie in den ersten Lebensmonaten erbringen mussten, zehren zu sehr an der körperlichen Substanz. Aber wer weiß…
Wie sich die Hühner weiter entwickeln, werden wir hier dokumentieren!

Autor:

Manuela Paufler aus Goch

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