Der Holocaust Gedenktag wurde auch in Weeze begangen
Erinnerung an die ermordeten jüdischen Mitbürger hochhalten

Am Holocaust-Gedenktag gedachten in Weeze Jugendliche (Pfadfinder), Bürger und Vertreter von Rat und Verwaltung der ermordeten und vertriebenen jüdischen Mitbürger. Foto: privat
  • Am Holocaust-Gedenktag gedachten in Weeze Jugendliche (Pfadfinder), Bürger und Vertreter von Rat und Verwaltung der ermordeten und vertriebenen jüdischen Mitbürger. Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schmithuysen

WEEZE. Am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, gedachten in Weeze Jugendliche (Pfadfinder), Bürger und Vertreter von Rat und Verwaltung der ermordeten und vertriebenen jüdischen Mitbürger. Sowohl an der Erinnerungsstätte für die jüdischen Mitbürger am Watton Platz als auch an den Stolpersteinen vor den Häusern, in denen die ermordeten jüdischen Mitbürger wohnten, wurden weiße Rosen abgelegt.

Auf Einladung von Ulrich Francken nahmen Vertreter des Gemeinderates, der Kirchen sowie Bürger und Jugendliche, hier die Pfadfinder St. Georg, teil. „Das Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus und das Erinnern muss an die Jugend gerichtet sein und weitergegeben werden“, so Ulrich Francken. Pfarrer Gerhard Kasten erinnerte in einem Gebet an die jüdischen Mitbürger, die ausgegrenzt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Impulse gegen das Vergessen

In diesem Jahr gestalteten Pfadfinderinnen aus Weeze die Veranstaltung.
Sie setzten Impulse des Gedenkens gegen das Vergessen und zur Mahnung, die inne halten ließen. Die namentliche Nennung der jüdischen Mitbürger aus Weeze an ihren ehemaligen Wohnorten gibt jedem Schicksal und damit auch der Geschichte ein Gesicht. Nie mehr dürfen Ausgrenzung, Krieg und gewaltsame Auseinandersetzung zugelassen werden. Aus der Geschichte lernen heißt die Zukunft menschlich zu gestalten und den Anfängen zu wehren.

Edith Bader Devries nahm mit ihrer Familie ebenfalls an der Veranstaltung teil. Als junges Mädchen wurde Edith Bader-Devries aus Weeze zusammen mit ihren Eltern über den Düsseldorfer Schlachthof in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie überlebten unter schrecklichen Bedingungen. Viele andere jüdische Gläubige wurden ermordet. Nach der Befreiung kehrte die Familie nach Weeze zurück und setzt damit auch ein Zeichen der Versöhnung.

Friede, Freiheit und Respekt

Frieden, Freiheit und Respekt, die heute wichtiger denn je zu verteidigen sind, müssen heute als Geschenk und nicht als Normalität empfunden werden, für die es sich lohnt, einzutreten. Die Erinnerung, das Gedenken und die Mahnung für ein friedliches Europa und für eine starke Gemeinschaft sind aus diesem Grunde wichtig, damit wir aus der Geschichte dauerhaft lernen.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.