Heimat neu entdecken
Architekturschätze begeisterten: Stadtrundfahrt „Bauhaus in Hagen“ erfolgreich

Die Stadtrundfahrt „Bauhaus in Hagen“ war ein voller Erfolg für Veranstalter und Teilnehmer.
  • Die Stadtrundfahrt „Bauhaus in Hagen“ war ein voller Erfolg für Veranstalter und Teilnehmer.
  • Foto: privat
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„Das war wirklich interessant, da sieht man seine Heimatstadt ganz anders“, schwärmte eine Teilnehmerin der Stadtrundfahrt „Bauhaus in Hagen“ am vergangenen Samstag. Und sie nahm sich vor: „Wenn ich wieder bei der VHS bin, schaue ich mir das Haus gegenüber an der Wehringhauser Straße 43 noch mal genauer an“.

Das Wohn- und Geschäftshaus, das die Gebrüder Ludwigs im Jahre 1913 für den Bäckermeister Fritz Lemmertz entwarfen und bauten, weist eine ausgeprägt imposante Ornamentik mit Kreisen und Quadraten auf, die später quasi Markenzeichen des Bauhaus-Designs wurden. Dies war nur eine der zahlreichen Geschichten, die Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff über die Architektur und vor allem über die damalige Zeit in Hagen zum Besten gab.
Er ist ein exzellenter Kenner der Hagener Geschichte und Kunsthistorie, konnte aber auch mit so manchem „Döneken“ seine Gruppe erheitern. Immer wieder spannte er jedoch gekonnt den Bogen zum Bauhaus.
Zu der Rundfahrt hatte der Rotary Club Hagen-Lenne eingeladen, und die Hagen-Agentur hatte sie als Marketingmaßnahme im Rahmen des Bauhausjubiläums organisiert. Dr. Holger Sohn, der Präsident des Rotary Clubs Hagen-Lenne begrüßte die Teilnehmer mit den Worten: „Mit dieser Stadtrundfahrt möchten wir dazu beitragen, eine breite Öffentlichkeit von den tollen Hagener Architekturschätzen zu begeistern.“
Natürlich führte die Rundfahrt an den einschlägigen Bauten des Hagener Impulses vorbei, die ja schon vor Gründung des Bauhauses Ideen und Experimente des neuen Bauens, sowie Gedanken zum Gesamtkunstwerk vorwegnahmen. So wurden das Osthaus Museum, der Hohenhof, die Künstlersiedlung Am Stirnband, die Cuno-Siedlung auf dem Kuhlerkamp, das Speditionshaus Schenker und viele Gebäude in Haspe und Wehringhausen unter die Lupe genommen. Auch am Krematorium in Delstern gab es einige Rückfragen zu den Gestaltungsmotiven der Architektur und zum damaligen Bewusstseinswandel hin zu einem neuen Weltbild. Auch hier tauchte das Kreis-Quadrat-Motiv wieder auf.
Am Hasper Stadtbad erinnerten sich noch einige Teilnehmer an die Zeit, als man hier noch schwimmen konnte. Und auf der Rückfahrt machte Michael Eckhoff alle darauf aufmerksam, dass man im Kulturzentrum Pelmke in Wehringhausen „ganz erlesen zur Bauhaus-Architektur auf die Toilette gehen könne“. Denn die Toilette ist ein Anbau ganz im Bauhausstil, die der Architekt Günther Oberste-Berghaus im Jahre 1930 an die ehemals katholische Volksschule fügte.
Glücklich und zufrieden mit vielen neuen Informationen und Erkenntnissen über die Verbindung Hagens zum Bauhaus waren alle nach der spannenden Tour „Bauhaus in Hagen“.

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