Ein "Sucher" wird fündig - Ausstellung rund um Leo Tilgner

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Seine mittlerweile 25. Ausstellung präsentiert Lothar Rabe ab sofort in den Räumen der Sparkasse Wetter. Doch sind es nicht eigene Kunstwerke des Wetteraners, sondern mühsam zusammengetragene Objekte, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern auch viel über die Geschichte der Region erzählen.

Im Mittelpunkt seiner Jubiläumsausstellung steht Leo Tilgner. „Ein Künstler von besonderer Strahlkraft“, so Lothar Rabe.
Vor 120 Jahren in Gelsenkirchen-Schalke geboren, verschlug es Leo Tilgner im Jahr 1921 nach Wetter, wo er die nächsten 50 Jahre lebte und zahlreiche Kunstwerke schaffte. „Er war Spezialist für Holz- und Linolschnitte. Oft zeigte sich hier der heitere Spott und der trockene westfälische Humor“, so Rabe. Auch verarbeitete der Künstler seine Kriegserlebnisse.
Im Gegensatz dazu stehen Tilgners Aquarell- und Pastellarbeiten. „Diese waren eher von feiner Lichtatmosphäre und oft von weicher Zartheit“, analysiert der pensionierte Grafiker. Einen völlig unbekannten Leo Tilgner zeigen diverse Aktdarstellungen, die ebenfalls in der Sparkasse ausgestellt sind. „Da bin ich besonders stolz drauf“, so Rabe, der sich selbst als Sucher bezeichnet. Ein Sucher, der stets die Augen offen hat für schöne wie geschichtsträchtige Objekte. „Kunst und Geschichte sind dabei für mich nicht trennbar“, so der 64-Jährige. So soll jeder seiner Ausstellung eine ganz eigene Sinnhaftigkeit in sich bergen. Welche, muss der jeweilige Betrachter allerdings für sich selbst herausfinden.
Schon als kleiner Junge begab sich Rabe auf Entdeckungstour durch die Burgen der Region, auf die Spuren von Zauberer Alberich, von dem sein Großvater manche Geschichte zu erzählen hatte. Das weckte sein Interesse an der Geschichte. „Gerade Wetter hat eine sehr interessante Geschichte zu bieten, mit historischen Persönlichkeiten wie Hermann von Fallersleben oder Friedrich Harkort.“
Seine Ausstellungsstücke findet Lothar Rabe auf Flohmärkten oder bei Haushaltsauflösungen. Oft treten auch Bürger an ihn heran, die alte Kunstwerke, Fotoalben, Stammbücher oder Reisepässe in ihrem Besitz haben. „Bevor diese kleinen Schätze verloren gehen, archiviere ich sie. Und irgendwann, wenn ich genug zu einem Thema zusammenhabe, wird eine Ausstellung daraus. So können sich auch andere Menschen daran erfreuen.“

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