Heinrich Brocksieper war ein vielfältiger Künstler aus Hagen
Emil Schumacher Museum widmet dem Bauhaus-Studenten eine Ausstellung (BEITRAG MIT VIDEO)

Dr. Birgit Schulte (l.), Kuratorin des Osthaus-Museums, und Rouven Lotz (r.), wissenschaftlicher Leiter des Emil-Schumacher-Museums zusammen mit Utz Brocksieper, dem Sohn vom Künstler Heinrich Brocksieper. | Foto: Fotos: Nina Sikora
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  • Dr. Birgit Schulte (l.), Kuratorin des Osthaus-Museums, und Rouven Lotz (r.), wissenschaftlicher Leiter des Emil-Schumacher-Museums zusammen mit Utz Brocksieper, dem Sohn vom Künstler Heinrich Brocksieper.
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Hagen gilt nicht nur als die Wiege des Bauhaus, sondern es gab auch Hagener Künstler, die am Bauhaus selbst tätig waren. Einer von ihnen ist Heinrich Brocksieper. Ihm widmet das Emil Schumacher Museum nun eine Ausstellung.

von Nina Sikora

Am morgigen Sonntag, 24. März, wird die Ausstellung "Heinrich Brocksieper - Ein Hagener am Bauhaus. Die Stofflichkeit der Dinge" eröffnet. Zu sehen gibt es einiges: gemalte Werke, Fotos und sogar Videos. Brocksieper war ein vielfältiger Künstler. Er gehört zu den ersten Studierenden am Bauhaus; von 1919 bis 1922 war er dort. Zudem war er Mitglied in der Hagener Künstlervereinigung "Hagenring".

Vom Malen zur Fotografie und Film

Da sich sein künstlerisches Schaffen aber bald auf den Film und Fotografie fokussiert, sieht sich Heinrich Brocksieper selbst nicht mehr als Maler und steigt 1927 aus den Hagenring aus. Eine mutige Entscheidung, denn: "Künstlerische Fotografie war damals kein Ausstellungsthema", erklärt Rouven Lotz, wissenschaftlicher Leiter des Emil-Schumacher-Museums.

Bombenangriff zerstört fast Alles

Auch etwa 30 Werke aus dieser Zeit sind in der Ausstellung zu sehen. Utz Brocksieper, der Sohn des Künstlers, hat sie dem Museum zur Verfügung gestellt. "Bei einem Bombenangriff 1944 wurde das Atelier von Brocksieper komplett zerstört. Das ist alles was aus den Trümmern gerettet werden konnte", erklärt Museumsleiter Lotz. Ungewöhnlich: Sogar die Kamera überstand die Katastrophe und wird in der Ausstellung präsentiert.

Grundidee des Bauhaus

Ohne Atelier und in den Nachkriegswirren auch ohne Chance an Filmmaterial zu kommen, wendet sich Brocksieper wieder der Malerei zu. Hauptsächlich sind es alltägliche Gegenstände oder Alltagsszenen, die er umsetzt. Die Grundidee des Bauhaus schwingt auch in seinen späteren Werken noch immer mit.

Brocksieper neu entdecken

Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums in diesem Jahr wird die aktuelle Ausstellung im Emil Schumacher Museum Heinrich Brocksieper gewidmet. "Wir hoffen, dass die Hagener Brocksieper noch einmal neu entdecken", äußert Rouven Lotz seine Erwartungen.

Autor:

Nina Sikora aus Essen

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