Christel Schmidt wird sowohl ambulant als auch in einer Tagespflege betreut
„Die Pflege gibt mir ein Gefühl von Sicherheit.“

Christel Schmidt ist froh dank der häuslichen Pflege, weiter in ihren eigenen vier Wänden leben zu können.
  • Christel Schmidt ist froh dank der häuslichen Pflege, weiter in ihren eigenen vier Wänden leben zu können.
  • hochgeladen von Linda Sebode

Nach der letzten Chemotherapie war für Christel Schmidt und ihre drei Töchter klar, dass sie durch einen Pflegedienst ambulant betreut werden soll. Denn durch den Hirntumor ist die Rentnerin vergesslicher geworden. Dass jemand täglich nach ihr sieht, ist sowohl für sie selbst als auch für ihre Töchter eine beruhigende Tatsache.

Jeden Morgen und jeden Nachmittag bekommt Christel Schmidt zu Hause Besuch vom Pflegedienst Wohlbehagen. Die 71-Jährige ist froh, dass jemand regelmäßig nach dem Rechten sieht. Ihre drei Töchter ebenfalls, denn sie sind berufstätig und wohnen zum Teil nicht in Hagen, da wird es schon mal schwierig, die Mutter täglich zu besuchen. Dennoch wollen sie ihre Mutter gut behütet wissen.

Die Diagnose Hirntumor bekam Christel Schmidt 2015. Ihre letzte Chemotherapie hatte sie vor drei Monaten. Etwa zeitgleich begann im März die Betreuung durch den ambulanten Pflegedienst. „Durch die Krankheit vergesse ich schon mal Dinge, manchmal auch die Einnahme meiner Medikamente. Aber die sind wichtig für mich“, so Christel Schmidt. Um dafür zu sorgen, dass die Senioren ihre Medikamente nicht vergisst, kommt die Pflegekraft zu ihr.

Denn seit dem Tod ihres Mannes vor einigen Jahren lebt die Rentnerin allein.
Aktuell gehe es ihr gut und so lange das der Fall sei, will sie so selbstständig wie möglich zu Hause leben, wünscht sich Christel Schmidt. Und schaut man sich ihre Wohnung an, erweckt sie einen sehr aufgeräumten und gepflegten Eindruck. „Ich habe gestern extra noch geputzt“, lächelt die 71-Jährige. Das klappt bislang ohne Probleme, ebenso Kochen, Wäsche waschen und andere, kleinere Arbeiten im Haushalt.

Beim Duschen braucht die fröhlich gestimmte Dame allerdings Hilfe. Auch die bekommt sie vom Pflegedienst. „Anfangs war es komisch, jemand Fremdes in meine Wohnung zu lassen, auch weil ich bis dahin alles allein gemacht habe, aber inzwischen bin ich froh über die Besuche“, so Christel Schmidt.
Außerdem geben sie ihr Sicherheit. Vor einiger Zeit war sie gestürzt und glücklicherweise rechtzeitig von der Pflegekraft entdeckt worden. Seitdem trägt sie zusätzlich den roten Notfallknopf um ihr Handgelenk. Für sie ist es beruhigend zu wissen, dass sofort jemand kommt, sollte sie noch einmal stürzen.

Neben Sicherheit spielt aber auch der Faktor soziale Kontakte eine wichtige Rolle. Die hat Christel Schmidt nicht nur durch die täglichen Besuche des Pflegedienstes, sondern auch durch ihre Aufenthalte in der Tagespflege von Wohlbehagen. Drei mal die Woche ist sie dort, wird morgens abgeholt und nachmittags wieder nach Hause gebracht. In der Zwischenzeit wird gemeinsam gefrühstückt, gesungen, Gymnastik gemacht, mittaggegessen, gespielt und der Tag mit Kaffee und Kuchen abgeschlossen.

Dieses Angebot nimmt die 71-Jährige ebenfalls seit März wahr. „Der Pflegedienst hat mir vorgeschlagen, in die Tagespflege zu kommen, da die Krankenkasse diese Extraleistung bezahlt“, so Christel Schmidt weiter.

Durch die Betreuung zu Hause und die Aufenthalte in der Tagespflege sowie die Unterstützung durch ihre Töchter erfährt die Seniorin Sicherheit, Geborgenheit und Abwechslung. Sollte der Pflegebedarf größer werden, kann sie das jederzeit mit dem Pflegedienst absprechen, so werden auch ihre Töchter ein wenig entlastet.

Trotz der schweren Krankheit wirkt Christel Schmidt mit ihrer momentanen Situation zufrieden und hofft, dass sie noch lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben kann. „Dass ein ambulanter Pflegedienst mir das ermöglicht, dafür bin ich sehr dankbar“, lacht die 71-Jährige.

Autor:

Linda Sebode aus Hagen

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