Eindrücke von einer Frühlingswanderung durch Natur und Geschichte im Süden von Hagen

Schloss Hohenlimburg, die einzige mittelalterliche Höhenburg in Westfalen, die in großen Teilen noch in ihrem Ursprungszustand erhalten ist. | Foto: Gerhard E. Sollbach
17Bilder
  • Schloss Hohenlimburg, die einzige mittelalterliche Höhenburg in Westfalen, die in großen Teilen noch in ihrem Ursprungszustand erhalten ist.
  • Foto: Gerhard E. Sollbach
  • hochgeladen von Dr. Margrit Sollbach-Papeler

Die Wanderung fand am Sonntag, dem 10. April 2011 bei herrlichem sonnigem und warmem Wetter statt. Ausgangspunkt war der Schlossberg in Hagen-Hohenlimburg. Die hier um 1240 errichtete Höhenburg wurde im 18. Jahrhundert teilweise zum Residenzschloss umgebaut und befindet sich im Besitz der Fürsten von Bentheim-Tecklenburg zu Rheda. Vom Hohenlimburger Schloss ging es in südlicher Richtung stetig den Schleipenberg hinauf vorbei an der ehemaligen Wallburg „Sieben Gräben“, in der manche einen Vorgängerbau der Hohenlimburg vermuten, bis zum höchsten Punkt (380 m u. N.) auf dem Stoppelberg. Das hier stehende Windrad kündigt das Ziel schon von Weitem an. Von dort blickt man hinunter über Wiesen und Äcker zum Weiler Brechtefeld auf Dahler Gebiet. In der Ferne sieht man auch den Steinbruch bei Ambrock, in dem eine der ältesten in der hiesigen Region zutage tretenden Gesteinsarten abgebaut wird. Es handelt sich dabei um den aus der Devonzeit vor etwa 380-387 Millionen Jahren stammenden Grauwackesandstein. Ab hier bleibt der weitere Weg mehr oder weniger auf den Höhen. Unser Weg schwenkt jetzt nach Osten ab und führt östlich an Brechtefeld vorbei zwischen Wiesen auf einem Feldweg nach Süden, bis bei der Gaststätte „Haus Becker“ in Sürenhagen die Fahrstraße erreicht wird. In diese wird nach rechts abgebogen. Auf ihr geht es weiter nach Süden zunächst bergauf und dann bergab über Deipenbrink und dort nach Unterquerung der A 45 auf einem Waldweg nach Wiggenhagen, bis man wieder auf eine einspurige Fahrstraße stößt. Nach rechts bergab in südlicher Richtung erreicht man auf ihr schließlich nach gut einer halben Stunde Dahl. Folgt man der Fahrstraße nach links, bergauf in nördlicher Richtung, gelangt man schließlich zu dem Weiler Rumscheid. Rumscheid ist die älteste urkundlich bezeugte dauerhafte Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hagen. Schon um 1050 ist der Wohnplatz als Rumenscetha erwähnt. In Rumscheid kann man auch ein Naturdenkmal bestaunen, eine angeblich 1.000 Jahre, sicherlich aber mehrere hundert Jahre alte Linde. Nach der Durchquerung von Rumscheid geht es auf der Fahrstraße nach links in nördlicher Richtung erneut über die A 45 nach Bölling und weiter auf der Höhe zwischen Weiden und Feldern zum Weiler Hobräck. Durch diesen hindurch gelangt man auf Feld- bzw. Waldwegen zum Hobräcker Rücken mit schönem Buchenbestand. Hier wird auf dem Möllberg mit 402 m der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Auf dem Hobräcker Rücken entlang gehend, blickt man nach rechts, d. h. nach Osten, in das Tal der Nahmer, nach links, d. h. nach Westen, in das Tal der Nimmer. Schließlich führt der Weg vom Hobräcker Rücken hinab zum Nahmertal, das man bei Selbachs Hammer erreicht, einem ehemaligen Hammerwerk mit einem früher durch ein Wasserrad angetriebenen Eisenhammer. Die hier entlang nach Norden führende Fahrstraße bringt den Wanderer schließlich wieder nach Hohenlimburg bzw. nach wenigen hundert Metern zur Bushaltestelle Obernahmer. Gesamt-Wanderzeit je nach Tempo und Zahl der Pausen ca. 3-5 Stunden.

Autor:

Dr. Margrit Sollbach-Papeler aus Herdecke

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.