Perspektivwechsel durch Corona
Klimaschutz in der Krise: Klimaschutzmanagerin Nicole Schulte erstellt eine CO2-Bilanz

Klimaschutzmanagerin Nicole Schulte erhofft sich aus der Corona-Krise auch Denkanstöße für den Klimaschutz.
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  • Foto: Stadt Hagen
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"Die Corona-Krise hat einen Perspektivwechsel bei der Bevölkerung ausgelöst. Ich erhoffe mir daraus auch Denkanstöße im Hinblick auf Klima und Umwelt", sagt Nicole Schulte, Hagens neue Klimaschutzmanagerin, über die aktuelle Situation. Die 30-Jährige verstärkt seit Januar das städtische Umweltamt und kümmert sich insbesondere um die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes – auch in Corona-Zeiten.

Ihr Weg zur Klimaschutzmanagerin begann mit einem Studium der Geografie an der Ruhr-Universität Bochum. "Durch ein Praktikum bei der Stadt Dortmund bin ich dann auf das Themenfeld Klimaschutz aufmerksam geworden", beschreibt Nicole Schulte den Anstoß für ihren späteren Berufswunsch. Nach dem abgeschlossenen Studium zog die Geografin nach Remscheid, wo sie bereits drei Jahre lang als Klimaschutzmanagerin für die Stadt tätig war. "Jetzt freue ich mich, wieder in Hagen zu sein und das Thema in der Stadt weiter voranzubringen", sagt die gebürtige Hagenerin.
Wie sieht der berufliche Alltag der Klimaschutzmanagerin aus? "Ich beschäftige mich vor allem mit der Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept wie der Erstellung der Hagener Energie- und CO2-Bilanz und der festen Verankerung des Klimaschutzes in den politischen Gremien", gibt Schulte einen Einblick in ihre Arbeit. Konkret erarbeitet sie eine sogenannte Klimarelevanzprüfung, einen praktischen Leitfaden, wie der Beschluss des Klimanotstandes in die politischen Vorlagen eingebaut werden kann und der Klimaschutz so ein fester Tagesordnungspunkt zur Prüfung aller damit verbundenen Aktivitäten der Verwaltung wird.

Solardachkataster soll beworben werden

In einem zweiten Projekt erstellt die Geografin ein Konzept zur Bewerbung eines Solardachkatasters. "Mit dieser farbigen Kartendarstellung können die Hagener Hausbesitzer prüfen, ob ihr Dach für die Installation von Solaranlagen und Fotovoltaik geeignet ist", erklärt die Klimaschutzmanagerin.
Nicole Schulte besetzt als Dritte die Stelle als Klimaschutzmanagerin und befindet sich bereits im Anschlussvorhaben der Förderung. Ihre Anstellung ist derzeit bis Oktober befristet.

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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