A45: Talbrücke Rahmede
Bald wird die Brücke gesprengt

Die Rahmede Talbrücke ist bald Geschichte. Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services
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  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Entscheidender Schritt für die geplante Sprengung der Talbrücke Rahmede: „Autobahn Westfalen“ hat dazu eine EU-weite Ausschreibung veröffentlicht.
Bis Ende Juli können Unternehmen ein Angebot abgeben. Nach Prüfung der Angebote kann die Vergabe des Auftrags im August erfolgen.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing: „Ziel ist es, die Talbrücke Rahmede schnellstmöglich durch einen Neubau zu ersetzen und die bestehende Lücke im Netz der Bundesautobahnen wieder zügig zu schließen."
Unternehmen, die sich um diesen Auftrag bewerben wollen, müssen ausreichend Erfahrung mit dem Sprengabbruch von großen Brücken haben. Zusätzlich zu dieser Qualifikation muss zudem nachgewiesen werden, dass eine Firma auch bereits in der Nähe zu Wohnbebauung gesprengt hat.
Die wichtigste Vorarbeit ist die Herstellung eines so genannten Fallbettes. „Die Brücke soll nicht nur senkrecht nach unten sondern auch weich fallen“, sagt Stiepert.
Für den Bau des Fallbettes sind umfangreiche Erdarbeiten sowie Hangsicherungen notwendig. Zudem müssen Sicherungsmaßnahmen an den direkt umliegenden Gebäuden vorgenommen werden.
Die Talbrücke soll im Dezember zu Boden gebracht werden. Um die Sprengung vorzubereiten und die Brückenreste anschließend in ersten Teilen abzuräumen, muss die Altenaer Straße voraussichtlich sechs Wochen gesperrt werden.
„Für den Brückenneubau zählt jeder Tag“
Die Autobahn GmbH wird beim Fernstraßen-Bundesamt (FBA) einen Antrag stellen, im Zuge des Brücken-Neubaus auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu verzichten.
Landrat Marco Voge stimmt dem zu und fordert, wertvolle Zeit beim Neubau der Talbrücke Rahmede einzusparen. „Die zuständigen Stellen in der Kreisverwaltung werden weiter mit Nachdruck alles in ihrer Möglichkeit und Zuständigkeit stehende tun, um ihren Teil dazu beizutragen.“
Auswirkungen
Im Kreistag hatte der Landrat des Märkischen Kreises einmal mehr die dramatische Situation aufgrund der A45-Sperrung dargelegt, darunter unter anderem die Auswirkungen für die Bürger sowie die wirtschaftlichen Folgen mit Kosten in Höhe von mindestens einer Million Euro pro Tag für die gesamte Region.
„Ein halbes Jahr ist nun seit der Sperrung der Talbrücke Rahmede vergangen. Die Folgen für fast alle Lebensbereiche werden immer deutlicher und sind für uns alle Tag für Tag spürbar. Für den Neubau zählt deshalb jeder Tag“, so Voge.

Autor:

Anja Jungvogel aus Hagen

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