Jaques Kempkens: Parteiaustritt aus Hagen Aktiv

Erst gestern ließ sich Jaques Kempkens (l.) für Hagen Aktiv als stellvertretenden Bürgermeister für Hagen Aktiv wählen.
  • Erst gestern ließ sich Jaques Kempkens (l.) für Hagen Aktiv als stellvertretenden Bürgermeister für Hagen Aktiv wählen.
  • hochgeladen von Anja Seeberg
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Nur einen Tag nach seiner Wahl zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister für Hagen-Mitte ist Jaques Kempkens aus seiner Partei Hagen Aktiv ausgetreten.

"Ich bin jetzt parteilos wie Erik O. Schulz", erklärte Kempkens in einer Stellungnahme dem Stadtanzeiger. Er habe sicherlich einige Wochen überlegt, die "Personalien bei Hagen Aktiv" hätten ihn dazu bewogen, die Partei zu verlassen. Am heutigen Mittwoch (25. Juni) hat er die Partei informiert, seine Ämter (Ratsmandat) parteilos weiterführen zu wollen. Dr. Josef Bücker ("Der war natürlich sprachlos") habe er einen persönlichen Brief geschrieben.
"Natürlich werde ich es Parteiloser schwer haben, meine Sachen durchzusetzen, die ich im Wahlkampf versprochen habe, unter anderem gegen die Schließung von Kindergärten und Schulen vorzugehen. Deswegen habe ich vor, mich mit einer der kleineren Parteien zusammenzuschließen."
Kempkens tendiert zur AfD, die im Rat Fraktionsstatus erreichen könnte - so könnten auch seine Anträge eingereicht werden. Gespräche in dieser Richtung haben laut Kempkens bereits stattgefunden. Die AfD dürfte bei der gestrigen Bezirksbürgermeisterwahl auch die entscheidende Stimme abgegeben haben, die Kempkens zum Stellvertreter machte.

Dr. Josef Bücker dazu:

"Ich ringe immer noch mit der Fassung. Ich bin sowohl menschlich als auch persönlich enttäuscht." Dr. Bücker erklärte, es habe bis zum Schluss keine Anzeichen für einen derartigen Schritt gegeben: "Am Montag haben wir noch gemeinsam Sondierungsgespräche geführt. Über den Austritt wurde ich heute über einen Anruf der Presse informiert." Kempkens Brief hat er noch nicht gelesen: "Der Brief liegt im Briefkasten von Hagen Aktiv, da gehe ich morgens vor der Arbeit nicht erst vorbei." Und: "Er hat sich über Hagen Aktiv zum stellvertretenden Bürgermeister wählen lassen und sagt mir dann, er wolle vielleicht bei AfD eintreten. Mit dem Ratsmandat, was er hat, nimmt er Hagen Aktiv im Rat 20 Prozent der Stimmen." Eine offizielle Stellungnahme von Hagen Aktiv soll morgen folgen.

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