Der Narbenbruch - Patientenforum im Ev. Krankenhaus Haspe

Dr. Richard Klatt.

„Neue Volkskrankheit: Der Narbenbruch“ ist der Titel des nächsten Patienten-Forums, zu dem das Evangelische Krankenhaus Haspe am Dienstag, den 16. Juni um 18 Uhr, in den Schulungsraum des Krankenhauses, Brusebrinkstraße 20, einlädt. Den Vortrag hält Dr. Richard Klatt, Leiter des Kompetenzzentrums Hernienchirurgie am Mops. Er erläutert Tipps und Tricks den Narbenbruch zu vermeiden oder rechtzeitig zu behandeln und berichtet von den Erfahrungen des Hernienzentrums.

„Eine Operationsnarbe ist immer eine Schwachstelle im Gewebe“, so Dr. Klatt. „Ist die Bauchwand nicht fest genug, kann im Bereich der Narbe eine Bruchpforte entstehen. Das ist eine Lücke in der Bauchwand, durch die sich die Baucheingeweide nach außen vorwölben können.“ Etwa jeder fünfte Patient erleide nach einer größeren offenen Bauchoperation einen Narbenbruch, berichtet der Experte vom Mops. Meist trete die Narbenhernie dabei innerhalb des ersten Jahres nach der OP auf. Sie kann wenige Millimeter bis 30 Zentimeter groß sein.
„Ist ein Bruch aufgetreten, wird eine Operation aus Angst oder Unkenntnis über die potentielle Gefahr häufig verschleppt“, berichtet Dr. Klatt. „Aber das kann lebensgefährlich werden.“ Der Oberarzt erklärt: „Es gibt keine nachhaltig bessere Lösung als eine rasche und schonende Operation.“ Denn wer zu lange wartet, hat ein wachsendes Problem und lebt gefährlich: Der Bruch vergrößert sich in der Folge, die Gefahr einer Einklemmungssituation steigt. Wird hierbei eine nach außen durchgebrochene Darmschlinge mitsamt ihrer Durchblutung abgeklemmt, besteht sogar Lebensgefahr.
Jedes Jahr werden in Deutschland rund 350.000 Hernien-Operationen durchgeführt. In den rund 30 zertifizierten Referenz- und Kompetenzzentren, zu denen die Chirurgische Abteilung am Mops auch gehört, wird die Patientensicherheit und Versorgungsqualität in der Hernienchirurgie stetig kontrolliert und verbessert. Um „Kompetenzzentrum Hernienchirurgie“ zu werden, musste das Krankenhaus in Haspe hohe Voraussetzungen erfüllen: Eine hohe Anzahl von Operationen, Qualitätsmanagement, die Durchführung aller modernen OP – Verfahren, spezielle Sprechstunden, perioperatives Schmerzmanagement, hohe Kompetenz bei Ultraschalluntersuchungen und den laparoskopischen Operationen sowie geringe Gesamtkomplikationsraten. „Für Patienten unterstreicht diese Zertifizierung den hohen Stellenwert und die herausragende Qualität der Behandlung von Brüchen“, betont Dr. Claas Brockschmidt, Chefarzt der Viszeralchirurgie am Mops.
Für Fragen bleibt genügend Zeit. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

21 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen