Die Wahrheit über Körperfett

Geile Überschrift, was? Würde ich sie lesen - ich würde weiterlesen! Also herzlich willkommen.
Jetzt sollte ich mich und Dich mal ehrlich fragen: Wer braucht einen weiteren Artikel über Körperfett? Schließlich gibt es dort draußen eine schier unerschöpfliche Fülle an Büchern, Zeitschriftenartikeln, Websites, Blogs, Foren......hm....die Quellen gewinnen im Laufe der Aufzählung nicht gerade an Reliabilität, aber was soll’s. Möglicherweise ist mein eigener Artikel hier der fragwürdigste. Das hoffe ich zumindest! Ich hoffe, dass Du, liebe Leserin & lieber Leser, das hinterfragst, was ich hier verzapfe! Du musst wissen: Mich interessiert das Thema genauso wie Dich. Mindestens. Da steckt echte Leidenschaft dahinter - und niedergeschriebene Leidenschaft verliert sich leicht in Polemik. Dann macht es auch gleich viel mehr Spaß.
Are you ready? Go!

Diäten funktionieren nicht.
Wie viele Menschen kennst Du, die mithilfe einer Diät ihr überschüssiges Körperfett verloren haben? Ja, doch einige? Ok, dann liegt es vielleicht an meiner Formulierung. Ich meinte natürlich: Die Ihr überschüssiges Körperfett losgeworden sind? Das ist etwas anderes. Denn was man verliert, findet man wieder. Ja - dann kenne ich viele, die das geschafft haben...
“Weight Watchers” oder “Volumetrics” sind übrigens keine “Diäten”.
Also noch einmal: Wie viele Menschen kennst Du, die mithilfe einer Diät dauerhaft ihr überschüssiges Körperfett losgeworden sind? - Siehste.
Diäten sind vor allem für eines gut: Um Bücher zu verkaufen. Das eigentliche Ziel der Körperfettreduktion wird nicht erreicht. Weil allen Diäten ein Systemfehler innewohnt: Sie suggerieren uns, dass wir uns einfach eine reduzierte Ernährungsweise angewöhnen könnten.
Keine Kohlenhydrate, kein Fett, nichts nach 18 Uhr, Trennkost, Blutgruppen....merkste was?
In der Wissenschaft gilt eine Theorie so lange als belegt, bis sie widerlegt ist. Und dafür reicht oft ein einziges popeliges Beispiel. Also spitzen wir unsere Frage von oben mal zu:
Wie viele Frauen kennst Du, die ihr Leben lang auf Schokolade verzichten? Nach 18 Uhr? - Siehste.

Light-Produkte und Nahrungsergänzungen funktionieren nicht.
Unsere menschlichen Körper sind von der Natur konstruiert worden für die Aufnahme von Nahrung. “Ach was”, schüttelste jetzt den Kopf, “will der Bertling mir jetzt weißmachen, wir seien geschaffen, um zu fressen? Watt is datt denn für ‘ne Religion??” Heyheyhey, beachte die BEtonung! Wir sind gemacht für die Aufnahme von Nahrung, nicht für die Aufnahme von Nährstoffen. Das wär’ ja leicht: Jeden Tag drei Proteinshakes plus ein paar Zusätze von Vitaminen und Spurenelementen und gut is’. Hand auf’s Herz: Kann das richtig sein?
Wenn Du allen Nährstoffzufuhrempfehlungen der WHO folgst, dann kommst Du aus dem Pillenschlucken nicht mehr raus! Und am Ende des Tages hast Du vor allem eines:
Einen mächtigen Gelatine-Kater.

Light-Produkte setzen auf Fett- und Zuckerfreiheit. Guter Versuch. Nur leider sind beides Geschmacksträger. Sie aus der Nahrung zu verbannen, bedeutet Geschmack aus der Nahrung zu verbannen. Schon fehlt Dir ein richtig volles Geschmackserlebnis und Du fängst an, Dich genau danach zu sehnen. Fressattacke vorprogrammiert. Kennst Du jemanden, der mit doppelten Dosierungen von kalorienreduzierten Produkten schlanker, geschweige denn gesünder geworden ist? Oder anders gefragt: Kennst Du einen ausgeglichenen Menschen, der sich hauptsächlich von kalorienreduzierter Kost ernährt? Immer?

Die einfache Wahrheit
Mir zumindest erscheint das Folgende logischer als Diäten und Nährstoffe:
Iss’ möglichst Naturbelassenes. Aus der Region. Aus dem Jetzt (der Jahreszeit). Viel Grün, viel Bunt, ein wenig Tierisches. Getreide in Maßen. Alle 7 Tage darf reingehauen werden mit allem, was die sogenannte Zivilisation zu bieten hat.
Klingt abgedroschen? Nicht leicht genug? Oder sollte ich fragen: Nicht “bequem” genug?

Bequemlichkeit ist genau das, was zu Übergewicht führt. Wie kann Bequemlichkeit dann gleichzeitig zur Körperfettreduktion führen? - Richtig: Gar nicht. Das will natürlich niemand hören, doch genau so ist es.
Die oben beschriebene Form der Ernährung ist ein Leben lang durchhaltbar und führt zum Erfolg. Das Problem ist, dass die meisten von uns vergessen haben, wie das geht, “ganz normal essen”. Convenience hier, keine Zeit da, alles sowieso viel zu teuer. Dazu der Siegel-Wahnsinn: Stiftung Warentest, DLG, Bio, FairTrade. Was ist da eigentlich noch seriös? Wo liegt die Grenze zwischen Hunger und Appetit, also zwischen Überleben und Hedonismus?
In Wahrheit geht es nicht darum, die Ernährung zu perfektionieren - es reicht schon, die richtige Einstellung zu finden.

Meine Einstellung ist:
Du bist, was Du isst. Was Du isst, entscheidet maßgeblich über Deine körperliche und geistige Fitness. Deshalb esse ich gutes Essen. Das ist teuer und das muss es auch sein - was etwas wert ist, hat nunmal seinen Preis. Die Investition in die tägliche Nahrung ist die wichtigste Geldinvestition, die wir tätigen. Sie ist eine Investition in ein leichteres Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Klar bleibt mir am Ende des Monats weniger Geld für Klamotten, Wohnung, Unterhaltung & Freizeit. Das ist es wert.

Die Wahrheit über Körperfett ist, dass überschüssiges Körperfett nur ein Symptom ist (und sich hervorragend als Köder in einer Überschrift eignet). Die Ursache liegt ganz woanders: In einer Entscheidung.

Autor:

Stefan Bertling aus Hagen

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