Auffällige Plakataktion
Große Aktion der Frauenberatung Hagen: Acht Plakate für mehr Aufmerksamkeit

Acht Plakate für mehr Aufmerksamkeit. Große Aktion der Frauenberatung Hagen läuft in Hagen.
  • Acht Plakate für mehr Aufmerksamkeit. Große Aktion der Frauenberatung Hagen läuft in Hagen.
  • Foto: Frauenberatung Hagen
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Von Freitag, 29. März, bis zum Montag, 8. April, möchte die Frauenberatung Hagen mit einer auffälligen Plakataktion, die an acht verschiedenen Plakatwänden in Hagen zu sehen sein wird, Frauen und Mädchen unterstützen, die sich nach einem sexuellen Übergriff oder Vergewaltigung ungerechtfertigten Vorwürfen und Vorurteilen ausgesetzt sehen.

"Außerdem soll die Aktion auf das Thema sexualisierte Gewalt aufmerksam machen, eine hilfreiche Debatte anstoßen und zum Umdenken anregen“ erklärt Susanne Deitert, Leiterin der Frauenberatung. Grundlage dieser Plakatkampagne ist ein sarkastisch, aufgeklärter Ansatz, der der Gesellschaft vor Augen führen soll, dass sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen nicht provoziert werden können, sondern die Tat immer vom Täter ausgeht.
Warum warst du so spät und alleine unterwegs? Warum hattest du so etwas Aufreizendes an? Warum hast du dich nicht gewehrt? Das sind häufige Fragen, die sich Frauen und Mädchen, die sexuelle Übergriffe erlebt haben, anhören müssen. Auf den Plakaten steht deshalb geschrieben: „Ich wurde von einer Mücke gestochen." zusammen mit der Antwort: "Du hast sie bestimmt provoziert!“
„Mit dieser Aussage möchten wir eine ganz normale Alltagssituation mit einer stark überzeichneten Beschuldigung kombinieren, um dadurch die Absurdität der Vorwürfe, der sich Frauen und Mädchen oft ausgesetzt sehen, zu verdeutlichen. Betroffene benötigen nach solch einem traumatischen Erlebnis viel Kraft, Unterstützung und Hilfe aber keine Vorwürfe und Verurteilungen gegen die sie sich zusätzlich abgrenzen müssen“, erläutert Deitert. Es müsse aufhören, dass Frauen und Mädchen eine Mitschuld unterstellt wird.
Für Hilfe, Unterstützung und Informationen, auch zum Thema „Vertrauliche Spurensicherung nach einer Vergewaltigung“ können sich Betroffene und Interessierte an die Frauenberatung Hagen wenden. Die Kampagne wurde mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW realisiert. Die Geschäftsstelle des „bff: Frauen gegen Gewalt e.V.“ unterstützt die Verbreitung der Plakate. Zu sehen sind diese unter anderem hier: Bergischer Ring 50/Innenstadt, HBF-Gleis 8/ Stadtmitte sowie an verschiedenen Orten im EN-Kreis.

Kontakt: 
Frauenberatung Hagen
Bahnhofstraße 41
Tel: 02331-15888
Mail: info@frauenberatung-hagen.de
Web: www.frauenberatung-hagen.de

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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