Täuschend echt
SIHK Hagen warnt vor falschen Rechnungen

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) warnt Unternehmen vor falschen Kostenrechnungen für Handelsregistereinträge. Aktuell versendet die „Zentrale Zahlstelle Justiz“ aus Berlin Rechnungen für Handelsregistereinträge des Amtsgerichts Hagen über 830 Euro. „Auch dem erfahrenen und aufmerksamen Leser fällt erst sehr spät auf, dass er getäuscht werden soll, so gut sind die Formulare gemacht“, erklärt Sandra von Heine, Beraterin bei der SIHK.

Durch die Angabe von Aktenzeichen, Kassenzeichen, Zahlungsfristen oder auch durch die Verwendung des offiziellen Symbols wie Wappen oder Adler wird suggeriert, es handele sich um ein behördliches Schreiben. Die Forderung soll innerhalb von drei Tagen beglichen werden. Tatsächlich existiert an der genannten Adresse in Berlin eine behördliche „Kosteneinziehungsstelle der Justiz“. Auch gibt es tatsächlich eine „Zentrale Zahlstelle Justiz“ in Hamm, und zwar für die Gerichte in Nordrhein-Westfalen. Beide haben jedoch nichts mit dem tatsächlichen Versender zu tun, der eine abweichende deutsche Kontoverbindung nutzt. „Leider werden häufig Zahlungen geleistet, weil die Versender genau die Zeit zwischen öffentlicher Bekanntmachung der Registereintragung im Internet und Versand der Rechnung durch das Amtsgericht nutzen, so Sandra von Heine weiter.

Bei Zweifeln lohnt eine Nachfrage bei der SIHK zu Hagen, ob das Schreiben tatsächlich von einer Behörde stammt oder nicht.“ Die SIHK gibt betroffenen Unternehmen unter Telefon 02331/390-279 auch Hinweise zum weiteren Vorgehen, sollte die Falle doch einmal zugeschnappt haben.

Weitere Informationen zum Thema Formularfallen unter www.sihk.de, Dokument-Nr. 9936.

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