Bayreuth im Schlussspurt siegreich

Es war wie zuletzt in Bonn: ein hoher Score, eine enge Schlussphase und am Ende eine Niederlage. Phoenix Hagen verlor sein Spiel der Beko Basketball Bundesliga beim BBC Bayreuth knapp mit 96:99 (55:48).

Die Feuervögel mussten auf Zygimantas Jonusas verzichten (Muskelfaserriss). Für ihn rückte David Bell in die Startformation. Die Veränderung wirkte sich zunächst kaum aus. Hagen kam besser in die Partie, traf sicher in Korbnähe und setzte sich durch Jacob Burtschi bis auf 22:13 ab (8.). Die Gäste kontrollierten den ersten Abschnitt und führten nach zehn Minuten mit 24:18.

Im zweiten Viertel erlebten die Hagener einen Fehlstart. Zwei Dreipunktspiele von Simon Schmitz und Jaivon Harris brachten den Ausgleich (24:24, 12.). Phoenix erholte sich aber schnell davon und hatte Mark Dorris. Der überragende Guard erzielte sieben Punkte in Serie zum 33:26 für sein Team (14.). Auf der anderen Seite bekamen die Hagener mehr und mehr Schwierigkeiten mit Danny Gibson. Marcus Ginyard verkürzte auf 41:42 (17.), doch Phoenix hatte die Partie im Griff. Bis hierhin konnten die Feuervögel den Bayreuthern ihre stärkste Waffe, den Distanzwurf, nehmen. Das gelang den Bayreuthern umgekehrt allerdings auch. Zur Halbzeit stand es 55:48 für Hagen.

Den Vorsprung ließ Mark Dorris nach dem Seitenwechsel bis auf 59:48 anwachsen (21.). Bayreuth kämpfte sich jetzt in Brettnähe ins Spiel zurück. Center Jared Reiner erzielte mit Freiwürfen das 58:61 (25.), der starke Jaivon Harris brachte dem BBC wenig später die 67:65-Führung (28.). Phoenix traf einfach nicht aus der Distanz und hatte defensiv mehr und mehr Probleme, die Gastgeber zu stoppen. Jacob Burtschi und Bernd Kruel sorgten dennoch für einen knappen 71:70-Vorsprung nach drei Vierteln.

Jetzt entwickelte sich ein ganz enges Spiel mit ständigen Führungswechseln. Mark Dorris traf zum 83:80 für Hagen (35.), doch die Defensive der Feuervögel konnte Bayreuth jetzt nicht mehr aufhalten. Marcus Ginyard traf aus der Halbdistanz zum 91:86 (38.). Beim Stand von 96:92 vergab Quentin Pryor zwei Freiwürfe. 35 Sekunden vor dem Ende verkürzte Dorris noch einmal auf 96:98. Im Gegenzug vergab Ginyard den Dreier, doch Jaivon Harris sicherte sich sieben Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Offensivrebound. Marcus Ginyard machte den Sack von der Freiwurflinie zu – Bayreuth siegte mit 99:96.

Letztlich traf Phoenix zu schlecht aus der Distanz (2/14), konnte die Bayreuther Offensive nach dem Wechsel nicht mehr wirklich aufhalten und gestattete den Gastgebern zwei wichtige Offensivrebounds in der Schlussphase. Das sieht auch Trainer Ingo Freyer so: „Wir haben am Ende zwei Freiwürfe verworfen und zwei Rebounds nicht bekommen, das war entscheidend. Ich denke, sonst hätten wir gewonnen.“ Dennoch macht er seiner Mannschaft keinen Vorwurf: „Wir haben nicht schlecht gespielt. Basketball hat viel mit mentalen Dingen zu tun. Bayreuth hatte ein Heimspiel und ist nach Rückstand zurück gekommen, da waren sie vom Kopf im Vorteil. Die Partie war offen, am Ende hat uns vielleicht ein wenig die Erfahrung gefehlt.“

BBC Bayreuth: Gibson (28/4), Harris (19/1), Ginyard (18), Archibong (13, 9 Reb.), Reiner (8), Campbell (5/1), Jeanty (5), Schmitz (3), Schmidt.

Phoenix Hagen: Dorris (30), Pryor (20, 10 Ass.), Burtschi (14), Seward (11), Bell (8), Kruel (6), Terwilliger (4/1), Schwarz (3/1), Spohr.

Stationen: 10:12 (5.), 18:24 (10.), 29:36 (15.),48:55 (20.), 58:61 (25.), 70:71 (30.), 83:83 (35.), 99:96 (40.).

Zuschauer: 2.650

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