Standortbestimmung in Tübingen

Auf geht’s: Phoenix Hagen startet am Samstag in die neue Saison der Beko Basketball Bundesliga! Erster Gegner sind die WALTER Tigers Tübingen. Sprungball zur Auftaktpartie ist um 20 Uhr in der Paul-Horn-Arena an der Europastraße in Tübingen.

Die Vorbereitung verlief verheißungsvoll für die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer. Alle zehn Testspiele wurden gewonnen, darunter auch die Partien gegen die Liga-Konkurrenten aus Giessen, Ludwigsburg und Bonn. Bei der Generalprobe gegen den belgischen Erstligisten Optima Gent gab es am Sonntag einen 92:76-Erfolg. Doch davon will Ingo Freyer nichts mehr wissen: „Das ist alles wertlos. Erst die Ligaspiele geben nach und nach Aufschluss darüber, wo wir wirklich stehen.“

Und diese Aufklärung tut auch Not, denn das Hagener Team präsentiert sich runderneuert. Elf Spieler verließen den Club, acht kamen hinzu. Besonders richten sich die Augen natürlich auf die neuen US-Boys. Aus Cuxhaven kam Guard Mark Dorris, aus Dakota der erfahrene Aufbauspieler David Bell. Jacob Burtschi, der sich in der Vorbereitung schon in die Herzen der Fans spielte, verstärkt die Flügelposition. Als Center wurden Rasta-Mann Eddie Seward und Matt Terwilliger aus Paderborn verpflichtet, beide 2,06 m groß.

Doch auch die Tigers aus Tübingen sind kaum einzuschätzen. In elf Testspielen gab es sechs Siege, darunter gegen Liga-Konkurrent Ulm (85:80) und gegen den österreichischen Meister Gmunden Swans (102:62). Dem stehen fünf Niederlagen, unter anderem gegen den französischen Erstligisten Straßburg (51:84 und 71:72) und gegen den tschechischen Erstligisten Decin (57:74), gegenüber.

Trainer Igor Perovic setzte dabei vor allem auf sieben Spieler, ergänzt um die Deutschen Jay Thomas und Nicolai Simon. Als Leistungsträger der Vorsaison sind der starke Aufbauspieler Branislav Ratkovica (10,7 Punkte, 5,7 Assists) sowie Power Forward Dane Watts (10,2 Punkte, 5,4 Rebounds) und Center Kenneth Wilkins (9,1 Punkte, 4,0 Rebounds) verblieben.

Neu ist Shooting Guard Johannes Herber, der bei Alba Berlin nur zu wenig Einsatzzeit kam. Vom Mitteldeutschen BC wurde der russischen Center-Hüne Anatoly Kashirov (12 Punkte, 4,1 Rebounds) geholt. Aus Serbien kam Guard Radovan Markovic. Prominentester Neuer ist vielleicht Chris Oliver. Der Power Forward erzielte im Vorjahr 14,9 Punkte und 6,5 Rebounds für die BG Göttingen, mit der er Europapokalsieger wurde.

Ingo Freyer kann voraussichtlich auf seine beste Formation zurückgreifen. Eddie Seward trainiert nach einem Bandscheibenvorfall wieder voll. Nur Dominik Spohr hatte unter der Woche ein paar Probleme. "Er musste wegen einer Achillessehnenreizung pausieren, wird aber am Freitag wieder trainieren", berichtet Freyer. Alle anderen Feuervögel sind fit.

Die Rollen in Tübingen sieht der Hagener Übungsleiter klar verteilt: "Wir sind sicher Außenseiter. Tübingen hat bemerkenswerte Akteure. Mit Ratkovica und Watts konnten sie zwei ihrer wichtigsten Leistungsträger halten. Mit Kashirov und Oliver ist es den Tigers zudem gelungen, zwei ganz starke Spieler von Liga-Konkurrenten zu verpflichten. Das sind schon echte Hausnummern." Gerüchte über einen weiteren neuen Tigers-Guard hat Freyer zwar vernommen, besonders beschäftigt haben ihn diese aber nicht: "Wir werden sehen, ob da was dran ist."

Tübingens Coach Igor Perovic warnt sein Team seinerseits vor dem Gast von der Volme: "Unser Gegner hat eine überzeugende Vorbereitung gespielt und kein Spiel verloren. Wir müssen sehr konzentriert zur Sache gehen, den Kampf annehmen und klug spielen. Nur wenn uns dies gelingt, können wir auch Hagen schlagen."

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