Offensivspektakel
VfL Eintracht Hagen besiegt Spenge

Foto: VfL Eintracht Hagen
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VfL Eintracht Hagen - TuS Spenge 38:25 (21:14)

Mit einer starken Leistung in allen Mannschaftsteilen revanchiert sich der VfL Eintracht Hagen für die letzten beiden sieglosen Spiele und meldet sich eindrucksvoll in der Aufstiegsrunde für die 2. Handball-Bundesliga zurück. Damit steht fest, dass die Eintracht mindestens als Tabellenzweiter die Vorrunde beendet und auf jeden Fall im Viertelfinale das gewünschte Heimrecht im Rückspiel hat. Wer der Gegner sein wird und ob die Volmestädter vielleicht sogar noch auf Rang 1 rutschen, entscheidet sich am kommenden Wochenende.

Torfestival in der ersten Halbzeit

Spenge-Trainer Heiko Holtmann hatte sich einen Matchplan überlegt und lies seine Mannschaft von Anfang an mit dem 7. Feldspieler im Angriff agieren. Doch die Eintracht war hervorragend drauf eingestellt und stand im Abwehrverbund gemeinsam mit Tobias Mahncke sehr sicher. Zudem wurden gute Lösungen im eigenen Angriff gefunden, sodass der treffsichere Daniel Mestrum nach gut zehn Minuten das Ergebnis auf 7:4 erhöhte. Anschließend folgte die schwächste Phase der Grün-Gelben im gesamten Spiel, da man teils zu ungeduldig und fahrlässig spielte. Spenge nutzte diese Schwächeperiode und konnte zwischenzeitlich zum 8:8 ausgleichen. Es sollte das letzte ausgeglichene Ergebnis auf der Anzeigetafel sein, denn die von Beginn an starke Körpersprache und Entschlossenheit des VfL sollte sich nun auszahlen. Von Minute zu Minute drehten die Mannen von VfL-Trainer Stefan Neff mehr auf und spielten sich regelrecht in einen Rausch. Nach 17 Minuten sah sich Spenge gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, doch auch die konnte den Lauf der Heimmannschaft nicht stoppen. Gute Angriffskombinationen mit viel Variabilität und Torgefahr auf allen Positionen, dazu eine aggressive und ballgierige Abwehr waren die ausschlaggebenden Gründe dafür, dass das Halbzeitergebnis auf 21:14 ausgebaut werden konnte.

Trotz vieler Wechsel kein Bruch im Spiel

Dabei wurden noch in den ersten 30 Minuten einige freie Würfe nicht genutzt, sodass das Ergebnis auch noch höher hätte ausfallen können. Die Gäste versuchten alles und versuchten mit einer 3:2:1 Abwehr den Sturmlauf des Gegners entgegenzuwirken. Doch ein 4:0-Torelauf unmittelbar nach Wiederanpfiff und dem zwischenzeitlichen Ergebnis von 26:16 räumten alle Zweifel über den möglichen Sieger aus dem Weg. Nach 40 Minuten gab Neff den etablierten Kräften eine Pause und schickte seine "Youngsters" aufs Feld. Doch hier von der zweiten Reihe zu sprechen, wäre den Akteuren nicht gerecht, denn sie fügten sich nahtlos in das Spiel ein und sorgten weiter für viel Wirbel in der Spenge-Abwehr. Mit Bürgin, Bratzke, Klein, Queckenstedt, Athanassoglou und Grzesinski standen gleich sechs Spieler unter 22 auf der Platte. Geführt wurden sie von Jan-Lars Gaubatz als siebter Spieler der passend zum Vatertag als gefühlter "Erziehungsberechtigter" seinen jungen Nebenmännern das Kommando vorgab. Die jungen Wilden spielten frei auf und konnten sich teils mit schönen Aktionen in die Torschützenliste eintragen. ,,Bei Hagen passte einfach alles und sie haben es überragend gemacht. Sie haben auf den Punkt gespielt und auch in dieser Höhe absolut verdient gewonnen", musste sich Gästetrainer Holtmann nach dem Spiel eingestehen.

Wie gehts weiter?

Auch Stefan Neff war nach dem 38:25 Erfolg seiner Jungs voll des Lobes, scheute sich aber vor Superlativen: ,,Ich bin keiner, der nach dem Spiel in Rostock alles schlecht geredet hat und nun möchte ich auch nicht alles super reden. Fakt ist, wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und uns Selbstvertrauen und Schwung für die KO-Runde geholt. In dieser schweren Gruppe 9:3 Punkte zu holen ist nicht selbstverständlich. Aber spätestens ab Sonntag wird alles auf null gedreht und wir schauen, wer es wird." Mit diesem Sieg ziehen die Hagener an Rostock und Potsdam vorbei auf den ersten Platz. Potsdam hat allerdings noch ein Spiel vor sich und empfängt am Samstag um 16 Uhr TuS Vinnhorst. Somit spielt die Eintracht als sicherer Tabellenzweiter entweder gegen den dritten Platz aus der Gruppe B, oder als eventueller Erster gegen den Viertplatzierten aus der Gruppe B. Dort ist die Konstellation noch komplett offen und es wird sich erst Sonntagabend entscheiden, auf wen man im Viertelfinale trifft. Sicher ist aber, dass man das gewünschte Heimrecht im Rückspiel hat, sodass man am 22. Mai zunächst auswärts spielt, um am 29. Mai das Rückspiel dann in Hagen stattfindet. Egal wie es kommt, Neff gefällt der Wettbewerb und will ,,mit viel Selbstvertrauen die nächsten Aufgaben angehen."

Autor:

Stephan Faber aus Iserlohn

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