Heimatverein Hohenlimburg besichtigt Hoesch Warmwalzwerk

Bereits im März besuchte eine Gruppe das Walzwerk. | Foto: privat
  • Bereits im März besuchte eine Gruppe das Walzwerk.
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Der „Hoesch Warmwalzer“ gehört zu Hohenlimburg genauso wie das Schloss. Dem „Warmwalzer“ einmal über die Schulter schauen…, dazu lädt der Heimatverein erneut ein. Nachdem der erste Termin am 16. März sehr schnell ausgebucht war, hat man mit der Marketing-Abteilung bei Hoesch einen zweiten Besichtigungstermin vereinbart. Auch diese Gruppe am Donnerstag, 21. April, erwartet eine höchst spannende Werksführung mit Wolfgang Schremb.
Die Heimatfreunde können erneut live erleben, wie ca. zehn Tonnen schwere Stahlbrammen an lediglich zwei runden Elektromagneten hängen…, wie sie auf Stahlrollen in den Hubbalkenofen (Glühofen) gerollt werden und dann in glühend rötlicher Farbe wieder an dem Betrachter vorbei rollen in Richtung Walzstraße. In einer einzigen Stunde durchlaufen insgesamt 240 Tonnen Stahl die beiden Glühöfen. Ofen Nr. 3 schafft dabei 160 Tonnen…, in Ofen Nr. 4. laufen 80 Tonnen in einer Stunde durch. Die Walztemperatur beträgt dabei 1.300 Grad.
In einem ersten Walzgerüst, dem Reversiergerüst, laufen die Stahlbrammen in „7 Stichen“, siebenmal hin und her, bevor der glühende Stahl in weiteren Walzgerüsten von 260 auf 40 Millimeter kontinuierlich heruntergewalzt wird…, daher auch der Name Konti-Straße. In einer sogenannten Kühlstrecke der Walzstraße wird der Stahl durch Wasser gekühlt, hat jedoch immer noch eine Temperatur von 500 bis 600 Grad. Durch weitere Walzvorgänge wird der immer noch dunkelrot erscheinende Stahl dann bis auf eine Dicke von 1,5 bis 16 Millimeter gewalzt. Am Ende dieses Prozesses wird das fertige „Mittelband“ in zwei Haspelanlagen aufgerollt zu sogenannten Coils. Diese werden im Außenbereich des Werkes gelagert und kühlen relativ langsam ab. Noch 48 Stunden nach dem Walzen erreichen sie immer noch eine Temperatur von 50 bis 60 Grad. In der Regel entsteht aus einer Stahlbramme = ein Coil mit „Mittelband“ von ca. 1 Kilometer Länge.
Wer diese Arbeitsprozesse einmal live miterleben möchte, kann sich anmelden bei Eberhard Welz, Tel. 02334–45554 oder welz@heimatverein-hohenlimburg.de
Treffpunkt ist am 21. April ist um 9 Uhr am Warmwalzwerk in Oege, Oeger Straße 120 (Tor 1).
Nach der Besichtigung in Oege erwartet Horst Dunkel im „WerksMuseum Mittelband“ in der Bahnstraße (über Langenkamp) die Gruppe. Ein abschließendes Mittagessen im legendären Hoesch-Gästehaus bildet das Ende dieser Besichtigungstour gegen 14 Uhr.

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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