Tischeishockey als echte Randsportart

Die WM-Teilnehmer Thony und Linus Restel
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Hagen ist eine Basketballstadt, Herdecke zieht es aufgrund der Nähe zu Dortmund zum Fußball. Doch es gibt auch Eis- hockeyfans an der Grenze zum Sauerland.Zwei von ihnen haben zudem eine ganz besondere Leidenschaft: Tischeishockey.

Vater und Sohn sind begeisterte Fans der Iserlohn Roosters. „Die Stimmung beim Eishockey ist einfach toll“, so Thony Restel, der als halber Schwede einige Zeit selbst in Skandinavien gelebt hat. „Da hat diese Sportart natürlich noch einen ganz anderen Stellenwert.“
Ebenso wie das Tischeishockey. Vergleichbar ist dies am ehesten mit einem Kicker. „Das Spiel ist allerdings wesentlicher flexibler, was die Spielzüge angeht und damit schneller und technisch anspruchsvoller.“
Nach seiner Rückkehr aus Schweden machte sich Thony Restel im Internet schlau, ob auch hier in der Gegend Tischeishockey gespielt wird. In Dortmund wurde der Hagener dann mit dem Team „Kältestarre“ fündig. „Man kann Tischeishockey natürlich auch zu Zweit im Wohnzimmer spielen, mit Anschluss an einen Club ist es aber noch wesentlich geselliger. Wir unternehmen viele Reisen im In- wie Ausland. Hier hat man auch die Möglichkeit, an Meisterschaften teilzunehmen und mit etwas Fleiß in die Rangliste aufgenommen zu werden.“
Erst kürzlich haben Thony Restel und Sohn Linus als WM-Teilnehmer in der deutschen Nationalauswahl des DTB (Deutschen Tischeishockey Verbands) im norwegischen Stavanger ihr Debüt gegeben.Gemeinsam absolvierten sie im DTB-Team über 100 Spiele zu je regulär 5 Minuten Spieldauer und konnten gegen die starke Konkurrenz von Spielern aus beispielsweise Russland, Lettland, Schweden oder Finnland Erfahrungen sammeln.
Seit über zwei Jahren spielt auch der 12-jährige Linus intensiv mit seinem Vater - völlig gegen den Trend. „Tischeishockey funktioniert ohne Strom. Und macht sogar mehr Spaß als Eishockey auf der Playstation“, so Linus.
Auch Freunde der Familie lassen sich gerne zu einer Partie begeistern, doch der Bekanntheitsgrad des Spiel ist immer noch gering. Darum rührt Thony Restel immer da, wo es möglich ist, die Werbetrommel für dieses tolle Hobby. Nächstes Jahr holt der Hagener daher auch die Deutsche Meisterschaft in die Volmestadt. „Spätestens da sind alle eigeladen, sich einen Eindruck zu verschaffen.“ Zuvor am 30. November gastiert man bereits mit dem Sauerland-Cup in Hagen. Wer jetzt schon in den Sport hineinschnuppern möchte, kann sich auf www.ruhrpottliga.net informieren.

Text und Fotos: Melanie Giese

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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