HAGEN - Hilfe für Phillip und Lia

Kinder sollten in liebevolle Hände gegeben werden und behütet aufwachsen.
  • Kinder sollten in liebevolle Hände gegeben werden und behütet aufwachsen.
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Bereitschaftspflege beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hagen

Der kleine Phillip ist gerade einmal drei Jahre alt. Oftmals lebt er mit seiner kleinen Schwester Lia (drei Monate) alleine Zuhause. Seine Mama ist nicht selten morgens schon fort, wenn er aufwacht. Er kennt das und er weiß nie, wann sie wiederkommt. Lia schreit lange und hat Hunger. Der Bruder riecht, dass sie in die Hose gemacht hat. Um sie zu beruhigen, gibt er ihr Schokolade. Das ist das Einzige, was er zu Essen in der Wohnung finden kann. Er kommt schon an den Wasserhahn im Badezimmer. Dort holt er in einem Becher etwas zu trinken. In der Wohnung ist es dunkel und schmutzig. Am Anfang hat Phillip noch gegen die Tür geklopft und nach seiner Mama gerufen, aber diese kam nicht. Lia schreit und schreit. Er kann sie nicht beruhigen.
Das Jugendamt wird durch die Nachbarschaft auf diese Situation der Kinder aufmerksam und greift ein. Letztlich entscheiden sich die Verantwortlichen der Stadt, die Kinder zunächst in eine beschützende Umgebung zu geben, bis dass ihre weitere Perspektive geklärt ist. Sie kommen in eine Bereitschaftspflegefamilie.

Auch wenn Phillip und Lia zunächst große Angst und Heimweh nach ihrer Mutter haben, sind sie auch froh, dass sich jetzt die Pflegeeltern Susanne und Peter um sie kümmern.
Die Kinder haben dort ein schönes Zimmer. Sie gewöhnen sich in den nächsten Tagen ein wenig an das neue Zuhause, und Susanne erzählt Phillip, dass er seine Mama bald auch sehen darf. So begleitet die Bereitschaftspflegefamilie ihn und Lia, nach Erlaubnis des Jugendamtes zu dem ersten Treffen mit seiner Mama, in einem großen Spielzimmer beim Sozialdienst katholischer Frauen. Begleitet wird dieser Kontakt durch eine Fachkraft des SkF in Hagen. Sie erzählt Phillip, dass Lia und er noch einige Zeit bei Susanne und Peter wohnen werden, weil seine Mama erst einmal ins Krankenhaus muss. Aber Phillip wird seine Mama immer bei der Frau in dem Spielzimmer sehen und mit ihr spielen können.

Unterstützung gesucht

In Hagen stehen einige Familien als sogenannte Bereitschaftspflegefamilie zur Verfügung, um Kindern in solchen und ähnlichen Situationen ein vorübergehendes Zuhause zu geben. Begleitet werden sie durch den SkF in Hagen. Dieser sucht weitere interessierte Personen. Wer Interesse daran hat ein Kind, welches Unterstützung und Hilfe für einen befristeten Zeitraum benötigt, vorübergehend bei sich oder in der eigenen Familie aufzunehmen, kann sich über den Bereich der Bereitschaftspflege beim Sozialdienst katholischer Frauen informieren. Bereitschaftspflegepersonen werden im Gespräch und durch Schulungen auf den vielfältigen Bereich vorbereitet und während der Unterbringungszeit eines Kindes intensiv durch die Fachkraft begleitet. Während der Betreuungszeit des aufgenommen Kindes erhalten sie einen festgesetzten Pflegesatz und eine Aufwandsentschädigung.

Die Ansprechpartnerin, Mareike Vollmann, Tel. 02331-367430 oder E-Mail m.vollmann@skf-hagen.de, steht gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Autor:

Lokalkompass Hagen aus Hagen

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