Nachhaltige Mobilität in Hagen
Wirtschaft fordert: Öffnung der Busspuren auf der Körnerstraße für E-Autos

Nachhaltige Mobilität in Hagen und eine attraktiv erreichbare Innenstadt als Einkaufsmagnet für die gesamte Region dürfen kein Widerspruch sein. Deshalb fordern die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), der Handelsverband Südwestfalen und die Kreishandwerkerschaft Hagen die Öffnung der Busspuren auf der Körnerstraße in Hagen für E-Fahrzeuge.

„Seit einem halben Jahr sind jeden Werktag in Spitzenzeiten Rückstaus von mehr als 50 Fahrzeugen Richtung Innenstadt auf der Körnerstraße zu beobachten. Zugleich fließt der Busverkehr wie gewünscht auf den Busspuren – ab und zu ausgebremst von einzelnen Radfahrern, die auf den Busspuren bereits erlaubt sind. Im Sinne der nachhaltigen Mobilität und einer attraktiv erreichbaren Innenstadt, sollten Politik und Verwaltung eine Öffnung der Busspuren für E-Fahrzeuge durchsetzen“, so Klaus Willmers, Geschäftsführer des Handelsverbandes Südwestfalen.
„Wir befürchten, dass die politisch gewollte Verkehrswende in Verbindung mit maroden Brücken, Rampen und Straßen in Corona-Zeiten Hagens Innenstadt und dem örtlichen Einzelhandel, Handwerk und vielen anderen Unternehmen immer häufiger den Rest geben. Wenn potenzielle Einkäufer von außerhalb in die Stadt kommen, werden sie das - so lange der Bahnhof und seine Umgebung so aussehen wie heute - nur im Ausnahmefall mit Bus und Bahn machen. Sie kommen mit dem Auto. Wenn man dann feststellt, dass gleich aus welcher Himmelsrichtung man sich der Innenstadt mit dem Auto nähert, Abbiegerspuren und Auffahrtsrampen gesperrt und Staus und Umwege an der Tagesordnung sind, überlegt man es sich zweimal, ob man in Hagen oder einer anderen Stadt einkaufen oder arbeiten geht. Wenn dann mit Blick auf die zukünftige Mobilität aber auch noch E-Fahrzeuge im Stau stehen, während nebenan Busse und Fahrräder freie Bahn haben, versteht man die Welt nicht mehr," so SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat.
„Der Wirtschafts- und Industriestandort Hagen ist und bleibt auf bestimmte Lkw- und Autoverkehre angewiesen. Das gilt auch für jeden Handwerker, der überlegt, seine Firmenfahrzeuge auf alternative Antriebe umzustellen. Je pauschaler das Auto – erst recht das emmissionsfreie Auto – und der Lkw verurteilt und aus der Stadt verdrängt werden, desto stärker stehen Handel, Handwerk und Industrie unter Druck," so Dr. Michael Plohmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Autor:

Stephan Faber aus Hagen

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