Glücklicher Phoenix-Sieg gegen kampfstarke RASTA-Männer

Das war ein hartes Stück Arbeit: Phoenix Hagen hielt sich auch im dritten Spiel der BBL-Saison 2013/2014 schadlos und besiegte RASTA Vechta in eigener Halle knapp mit 80:78 (38:43). Ein Tip-in von Dino Gregory unmittelbar vor der Schlusssirene rettete den Feuervögeln vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften Enervie-Arena zwei wichtige Punkte.

Die Gäste aus Vechta machten Phoenix das Leben von Beginn an schwer. Mit ihrem ganz eigenen Stil - sehr einsatzfreudig, sehr robust und mit überschaubarem Tempo - nahmen sie den Hagenern die Stärken. Team-Leader Richard Williams traf zum 10:5 für Vechta (7.). Insbesondere Dylan Talley machte Phoenix, das mit leichten Ballverlusten und kleinen Konzentrationsmängeln kämpfte, Probleme. Gegen einen überaus kompakten und unbequemen Gegner wurde das Hagener Spiel erst besser, als David Bell und Henry Dugat ihr Visier eingestellt hatten. Dugat beendete das erste Viertel mit einem Dreier zum 21:17.

Hagen kam jetzt besser durch die Zone der RASTA-Männer, obwohl es die bulligen Spieler der Gäste immer wieder verstanden, die Hagener beim Penetrieren vom Korb fernzuhalten. Flavio Stückemann glich per Distanzwurf zum 31:31 aus (15.). Mit unbändigem Kampfeswillen sicherte sich Vechta viele Offensivrebounds und setzte sich durch Max Weber bis auf 40:32 ab (19.). Phoenix hatte jetzt eine Schwächephase, während die Mannschaft von Pat Elzie am Brett zu leichten Punkten kam. Vechta führte zur Pause auch mit 43:38, weil Hagen bis dahin bereits 16 Bälle verloren hatte und selbst nicht zu Steals und Schnellangriffen kam.

Auch im dritten Viertel wirkte Phoenix lange ratlos. Oft fehlte die letzte Konzentration. Das kampfstarke Spiel und der sichere, langsame Ballvortrag von Vechta nahmen den Gastgebern den Rhythmus. Talley ließ RASTA bis auf 58:47 enteilen (29.). Ein Dreier von Nikita Khartchenkov wirkte dann wie ein Weckruf für Phoenix und die Fans. David Bell legte einen weiteren Dreier nach, traf zwei Freiwürfe und beendete den dritten Abschnitt nach einem Ballgewinn von Mark Dorris per Korbleger zum 57:59.

Bells heiße Hand eröffnete auch das Schlussviertel. Mit drei Distanzwürfen besorgte er fast im Alleingang das 68:61 für Hagen (33.). Doch eine herausragende Eigenschaft von Vechta ist, dass das Team niemals aufgibt. Angeführt vom bärenstarken Jacob Doerksen, der wichtige Offensivrebounds holte, kam der Aufsteiger wieder heran. Williams verkürzte per Floater auf 74:72 (37.). Die Schlussphase sollte dann so richtig dramatisch werden. 36 Sekunden vor dem Ende verkürzte Doerksen per Tip-in auf 78:76. Zwölf Sekunden waren noch auf der Uhr, als Dino Gregory völlig unbedrängt einen Dunking auf die Ringkante setzte. Williams glich auf der Gegenseite mit zwei Freiwürfen zum 78:78 aus. Phoenix blieben neun Sekunden: Mark Dorris zog zum Korb, verlegte den Ball, doch Gregory angelte sich den Rebound und tippte den Ball eine Sekunde vor dem Spielende zum 80:78 in die Reuse.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Vechta hätte den Sieg heute auch verdient gehabt. Die Mannschaft ist ein sehr unbequemer Gegner. Die Offensivrebounds von Vechta und die Ballverluste, zu denen sie uns gezwungen haben, hätten uns fast jede Chance genommen. Es sind heute zwei sehr kampfstarke Mannschaften aufeinander getroffen. Mit dieser Einstellung wird Vechta noch einige Spiele gewinnen und die Klasse halten. Solche Partien wie heute müssen wir für uns entscheiden, um unsere Ziele zu erreichen, auch wenn wir mal nicht in den Rhythmus kommen.“

Pat Elzie: „Es ist bitter für uns, nach einer Zehn-Punkte-Führung noch zu verlieren. Wir hatten am Ende unsere Chance. Unser Probleme in der bisherigen Saison sind die Dreier und Freiwürfe, so auch heute. Ich bin dennoch stolz auf meine Mannschaft. Wir waren gut, auch wenn uns das am Ende nichts bringt. Wenn wir so weiterspielen, werden wir noch genug Siege einfahren.“

Autor:

Stephan Faber aus Iserlohn

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