Lebensgefahr am Bahnhof - Polizei sucht Zeugen
Jugendliche springen in Haltern auf abfahrende Lok und fahren kilometerweit mit

Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.
  • Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Wie jetzt bekannt wurde, meldeten am Freitagnachmittag mehrere Zeugen der Bundespolizei, dass zwei Jugendliche am Bahnhof Haltern am See auf eine abfahrende Lok aufgesprungen und bei hoher Geschwindigkeit mit dieser mitgefahren seien.

Gegen 15 Uhr alarmierten mehrere Zeugen das Bundespolizeirevier in Recklinghausen. Erste Ermittlungen ergaben, dass im Bahnhof Haltern am See zwei Jugendliche kurz vor Abfahrt des RE 2, auf die schiebende Lok aufgesprungen seien. Anschließend sei der RE 2 in Richtung Marl-Sinsen losgefahren. Ein weiterer Zeuge, der an einem Bahnübergang wartete, weil der RE 2 die Strecke passierte, erklärte auch die beiden männlichen Jugendlichen beobachtet zu haben. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zug bereits eine enorme Geschwindigkeit erreicht, so dass die jugendlichen seinen Äußerungen nach große Mühe hatten, sich festzuhalten. Nach Angaben des Triebfahrzeugführers, fuhr der Zug teilweise bis zu 140 Km/h. Als er über die leichtsinnigen Mitfahrer informiert worden ist, hat er den Zug außerplanmäßig in Marl-Sinsen anhalten lassen. Da sind die Jugendlichen bereits unerkannt verschwunden gewesen. Zusammen mit Kräften der Polizei Recklinghausen, haben Bundespolizisten die Umgebung abgesucht und die Aussagen von Zeugen aufgenommen. Durch den Vorfall verspäteten sich nachfolgende Züge.
Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Wer kann Angaben zu Tatverdächtigen geben? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des Bahnverkehrs:

Solche Aktionen sind leichtsinnig und IMMER lebensgefährlich! Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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