Benefiz-Konzert: Kinder vor Sucht bewahren

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Suchterkrankungen können ganze Familien zerstören. Um den Kindern betroffener Eltern zu helfen und damit ihr eigenes Suchtrisiko im weiteren Leben zu vermindern, engagiert sich die Initiative "pro anima" in Haltern. Mit einem großen Chorkonzert wurden nun Spenden für das Projekt gesammelt.

Alkoholkrankheit und Drogensucht sind nicht nur eine riesige Belastung für die Betroffenen, sondern auch für ihre Familien. Wie so oft, sind die Kinder in solchen Situationen am verwundbarsten. Sie müssen mit den wechselnden Stimmungen der Eltern, den Konflikten zwischen den Ehepartnern und ihnen gegenüber klarkommen und zudem Aufgaben übernehmen, die sonst zu den elterlichen Pflichten gehörten: Essen kochen, einkaufen, um jüngere Geschwister kümmern. „Es ist sehr oft so, dass die Kinder in Erwachsenenrollen gedrängt werden, weil die Eltern dazu nicht mehr in der Lage sind“, erklärt David Schütz. Der Caritas-Mitarbeiter hat das Projekt „pro anima“ seit Beginn an mitgestaltet, das sich um Kinder suchtkranker Eltern kümmert.

Mit der Hilfe dieses Projektes soll den jüngsten Familienmitgliedern die Möglichkeit geboten werden, mit der Situation besser umzugehen, die Krankheit ihrer Eltern zu verstehen, und bei Spiel- und Freizeitangeboten wieder Kind sein zu dürfen. „Wir bieten Gruppenbeschäftigungen an, unternehmen Ausflüge, gehen segeln oder tanzen“, erklärt David Schütz. Dadurch wird der triste Alltag der Kinder durchbrochen und gemeinsame Erlebnisse geschaffen. Natürlich wird die ganze Familie während dieser Zeit psychologisch begleitet. In den fünf Jahren seines Bestehens hat pro anima bereits 80 Kindern aus Haltern helfen können.

Wie wichtig diese frühe Hilfe für die jungen Menschen ist, betont David Schütz: „Kinder von suchtkranken Eltern haben ein vier- bis sechsmal so hohes Risiko, später selbst krank zu werden. Je früher man hier präventiv eingreift, desto besser sind die Chancen, eine spätere Erkrankung und aufwendige Therapie zu vermeiden“.

Um die Finanzierung dieses wichtigen Projektes auch in Zukunft zu sichern, ist pro anima auf Spenden angewiesen. Ein erster, wichtiger Schritt dazu fand am Sonntag in der Lambertuskirche statt: Ein gemeinsames Konzert der Chorgemeinschaft Lippramsdorf, des Kinder- und Jugendchores Lippramsdorf und dessen ehemaliger Mitglieder, der Gruppen „Unique“ und „Out of school“ sowie des Kirchenchores Lippramsdorf verwöhnte die Besucher am Dreikönigstag mit weihnachtlicher Musik. Mit ihrer ehrenamtlicher Hilfe kann „pro anima“ weiter helfen, Kindern in einem sehr sensiblen Lebensabschnitt beizustehen.

Wer sich für "pro anima" interessiert oder sich vertrauensvoll an die Helfer wenden mag, kann die Organisation unter Tel. 02364-1090-54 erreichen.

Autor:

Oliver Borgwardt aus Gladbeck

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