Neues Programm während der Schließung
Das Halterner Römermuseum kommt westfalenweit in die Schulen

Wie schwer ein Römer zu tragen hatte, erfahren Schüler und Schülerinnen beim Programm "Römer to Go" hautnah. Foto: LWL/ P. Jülich
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  • Wie schwer ein Römer zu tragen hatte, erfahren Schüler und Schülerinnen beim Programm "Römer to Go" hautnah. Foto: LWL/ P. Jülich
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Haltern. Während der Schließung hält das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Haltern am See für Schüler ein ganz besonderes Programm bereit: Mit "Römer to Go" kommen die Museumspädagogen westfalenweit direkt in die Schulen. Im Gepäck haben sie eine komplette römische Ausrüstung samt Marschgepäck und viel Gesprächsstoff für einen lebendigen Geschichtsunterricht.

"Wenn die Schüler nicht ins Museum kommen können, dann kommen wir eben zu den Schülerinnen und Schülern", erklärt Dr. Josef Mühlenbrock, Leiter des LWL-Römermuseums. Mit dem Programm "Römer to Go" möchte das Team die Zeit bis zur Wiedereröffnung am 13. Januar 2020 überbrücken. Bis dahin ist das LWL-Römermuseum wegen Umbauarbeiten geschlossen. Sämtliche Veranstaltungen fallen aus.Das Interesse der Schülerinnen in Westfalen an römischer Geschichte soll darunter aber nicht leiden. Wieso sind die Römer überhaupt nach Westfalen gekommen und wie sah ihr Leben vor Ort aus? "Diese und weitere Fragen beantwortet unser Museumspädagoge in einem speziellen Mitmachprogramm anhand von Kopien der Originalfunde aus dem Römerlager Haltern", so Renate Wiechers, wissenschaftliche Referentin für Museumspädagogik im LWL-Römermuseum.
Das Programm bringt damit ein bedeutendes Stück römischer Geschichte zum Greifen nahe. "Den Besuch der Ausstellung kann es allerdings nicht ersetzen", fügt Wiechers schmunzelnd hinzu. Aber auch "Römer to Go" verspricht spannende Abwechslung im Schulalltag und der organisatorische Aufwand hält sich in Grenzen. "Die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler ist in jedem Fall gewiss", erklärt Mühlenbrock. "Denn wann hat man schon mal die Gelegenheit, einen Römer-Experten im Unterricht zu befragen und am eigenen Leib zu erfahren, was ein Römer zu tragen hatte?"
Das Mitmach-Programm dauert 60 bis 90 Minuten und kostet 45 Euro. Es ist ab sofort buchbar unter 02364 - 9376-0 oder per E-Mail lwl-roemermuseum@lwl.org.
Das LWL-Römermuseum bleibt bis zum 13. Januar 2020 wegen Umbauarbeiten geschlossen. Dann erstrahlt das Foyer in neuem Glanz: Der Shop wird vergrößert und der Kassenbereich behindertengerecht umgebaut. Das Museum ist in dieser Zeit aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen leider nicht zugänglich.

Bedeutung des LWL-Römermuseums und der LWL-Römerbaustelle Aliso

In Haltern am See, am Ufer der Lippe befand sich vor 2.000 Jahren einer der wichtigsten Militärkomplexe der Römer. Dieser war die Schaltzentrale der römischen Macht im rechtsrheinischen Germanien. Von dort wurde die Eroberung des gesamten Gebietes geplant und betrieben. Hier war eine der berühmtesten Legionen der Geschichtsschreibung stationiert: die 19. Legion, die im Jahre 9 nach Christus in der Varusschlacht untergegangen ist. Allein im Hauptlager des Komplexes lebten bis zu 5.000 römische Soldaten. Der Name des Lagers war Aliso.
Heute befindet sich exakt an dieser Stelle das LWL-Römermuseum. Über 1.200 Original-Exponate zeugen von der hochentwickelten Kultur und Technik der Römer: von ihrer enormen Bauleistung und Logistik, ihrer handwerklichen Kunstfertigkeit und dem römischen Alltag fern der Heimat.

Wie schwer ein Römer zu tragen hatte, erfahren Schüler und Schülerinnen beim Programm "Römer to Go" hautnah. Foto: LWL/ P. Jülich
Eine römische Ausrüstung und Bekleidung hat der Museumspädagoge des LWL-Römermuseums im Gepäck, wenn er Grundschulen oder weiterführende Schulen in ganz Westfalen besucht. Ausprobieren ist hier erwünscht. Foto: LWL/ P. Jülich
Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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