Erinnerung an altes Kriegsgefangenenlager
Landschaftsfenster steht jetzt am Silbersee

Unter großer Beteiligung wurde jetzt das "Landschaftsfenster" am Silbersee II eingeweiht. Es erinnert an das alte Kriegsgefangenenlager.
  • Unter großer Beteiligung wurde jetzt das "Landschaftsfenster" am Silbersee II eingeweiht. Es erinnert an das alte Kriegsgefangenenlager.
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern/Dülmen. Am Silbersee II, nahe der Surfanlage des TuS Haltern, steht nun ein neues „Landschaftsfenster“, das auf den geschichtsträchtigen Ort hinweist. Denn dort gab es während des Ersten Weltkrieges ein Kriegsgefangenenlager, in dem etwa 10.000 Gefangene, überwiegend Franzosen, Belgier, Briten und Russen, untergebracht waren, die als Arbeitskräfte in den Industriebetrieben und in der Landwirtschaft in der Umgebung eingesetzt wurden.

Dieses „Landschaftsfenster“ ist nun in Zusammenarbeit der Städte Dülmen und Haltern am See aufgebaut worden, Bürgermeister Bodo Klimpel und seine Dülmener Kollegin Lisa Stremlau weihten es am Mittwochmorgen im Beisein zahlreicher Menschen aus beiden Städten ein.Bis 1919 waren dort Kriegsgefangene untergebracht. Anschließend diente es noch heimkehrenden deutschen Soldaten als zwischenzeitliche Unterkunft. Bodo Klimpel sprach Dank und Anerkennung besonders an Rudolf Hermanns aus. „Sie haben als früherer Lehrer bereits im Jahre 2003 den ersten Anstoß gegeben, hier am Silbersee eine Gedenkstätte zu errichten. Damals hat es noch nicht geklappt, später aber sehr wohl. Und dabei zeigte sich, dass die beiden Städte Dülmen und Haltern am See sehr gut miteinander zusammengearbeitet haben. Damit meine ich auch den Eigentümer der Fläche, die Stiftungen sowie Bürgerinnen und Bürger beider Städte, die allesamt ihren Beitrag geleistet haben, dieses – nach meinem Geschmack – sehr schöne und aufschlussreiche Landschaftsfenster entstehen zu lassen.“

Dank und Anerkennung  an Rudolf Hermanns

Klimpel dankte ebenso der Hausdülmener Ortsvorsteherin Gabriele Sondermann, die an diesem Thema ebenso sehr intensiv mitgearbeitet hat. „Gleichzeitig haben Sie als Lehrerin auch einige Schülerinnen und Schüler für dieses Projekt gewinnen können. Das begrüße ich sehr. Denn ich bin gerade auch im Hinblick auf so manch aktuelles Ereignis der festen Überzeugung, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen. Auch dafür ist dieses Landschaftsfenster ein schöner Beleg“, erklärte Klimpel.Lisa Stremlau bedankte sich zudem bei den Sponsoren, die dieses Projekt ermöglicht haben, bei der Kulturstiftung Masthoff und bei der Dülmener Bürgerstiftung, beim Eigentümer der Fläche, dem Herzog von Croy und bei allen anderen, die mit dazu beigetragen haben, diese Erinnerungstafel aufzustellen. Beide, Stremlau und Klimpel, sehen dies auch als Beleg für die gute Zusammenarbeit der beiden Städte an, die eine gemeinsame Musikschule und Volkshochschule betreiben.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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