Erste Bilanz: Mehr Besucher nach freiem Eintritt in LWL-Museen
Mobilitätsfonds gut angenommen

Kinder und Jugendliche haben seit April freien Eintritt in den 18 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Erste Bilanz nach drei Monaten: knapp zwölf Prozent mehr Besucher als im Vorjahr, so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger am Mittwoch (3.7.) vor dem LWL-Kulturausschuss in Münster. Insgesamt kamen 497.000 Menschen während der vergangenen drei Monate in die LWL-Museen, 52.000 mehr als im Vorjahr.

Rüschoff-Parzinger: "Genauso wichtig wie der freie Eintritt ist, dass sich Schulen und Kitas bei der Anreise mit Bus und Bahn ins Museum durch unseren neuen Mobilitätsfonds unterstützen lassen können." Seit April habe man bereit über 4.700 Schülerinnen die Anreise mit insgesamt 40.000 Euro finanziert (Antrag unter http://www.mobilitaetsfonds.lwl.org). Im neuen Mobilitätsfonds stehen insgesamt 300.000 Euro jährlich zur Verfügung. Nach einer Schätzung können damit über 35.000 junge Museumsbesucherinnen unterstützt werden. Die Zahl der minderjährigen Besucher in den LWL-Museen ging nach Auskunft von Rüschoff-Parzinger jedes Jahr zurück. "Freier Eintritt allein reicht nicht, nötig ist eine Kombination von freiem Eintritt und freiem Transport", so Rüschoff-Parzinger zum Konzept.
Der LWL-Landschaftsausschuss hatte im Oktober 2018 den freien Eintritt für junge Menschen unter 18 beschlossen, im Gespräch ist er seit längerem. 2014 hatte LWL-Direktor Matthias Löb das Thema in seiner Antrittsrede angesprochen. Vergangenes Jahr besuchten rund 1,5 Millionen Menschen (2017: 2,2 mit Skulptur Projekte, 2016: 1,4) die Museen des LWL, darunter zwei Freilichtmuseen, archäologische und Industriemuseen sowie das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.

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