Das Rockbüro lädt zum 32ten Ju-Ku-Fö ins Trigon
Wer landet in Haltern auf dem Rock-Olymp?

SKArtottel aus Dülmen spielen auf dem diesjährigen Jugendkultur Förderpreis im Trigon Punkrock und Rockabilly. FOTO: privat (SKArtoffel)
  • SKArtottel aus Dülmen spielen auf dem diesjährigen Jugendkultur Förderpreis im Trigon Punkrock und Rockabilly. FOTO: privat (SKArtoffel)
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Halloween ist schon vorbei, am 10. November ab 17.30 Uhr verwandelt sich das Trigon wie in jedem Jahr aber noch einmal in einen Hexenkessel. Das Rockbüro Haltern lädt ein zum 32ten Jugendkultur Förderpreis.

Dieses Event, welches im Rockbüro nicht nur seines 32-jährigen, ununterbrochenen Stattfindens Kultstatus genießt, sondern auch, weil es diverse Bands zu Höherem motivierte, hat trotz dieser Geschichte schon Höhen und Tiefen erlebt. Die Anzahl teilnehmender Bands nahm eine zeitlang ab, und mit den Bands natürlich auch die Besucherzahlen. Jetzt erlebt der "Ju-Ku-Fö", wie er in Insiderkreisen heißt, aber wieder einen Aufschwung. Es ist wohl doch spannender sich auf der Bühne zu "battlen" als auf Musikplattformen im Internet. Zum Glück für das Publikum.In diesem Jahr treten drei Bands aus Haltern an und, seit der Kooperation mit der Neuen Spinnerei in Dülmen, auch drei Bands aus Dülmen. Derzeitiger Halter des Titels "Rockband des Jahres" um den es bei dem Bandwettbewerb neben dem Siegerpreis von 300,- Euro geht, ist die Halterner Band "Bromius Paris". Die folgende Bandreihenfolge ist willkürlich, denn selbst die Auftrittsreihenfolge am Wettbewerbsabend wird er kurz vor der Veranstaltung ausgelost.

Siegerpreis beträgt 300 Euro

Da ist zum Beispiel "Met in school". Die Instrumentierung besteht aus Gitarre und Gesang, Bass und Gesang und Schlagzeug. Alle Musiker kommen aus Haltern. Das junge Trio spielt seit 2016 und hat in dieser kurzen Zeit schon eine Menge Bühnenerfahrung gesammelt. Der größte Teil des Repertoirs besteht aus eigenen Liedern, es werden aber auch Songs der Vorbilder Nirvana, den Foo Fighters, RATM, Royal Blood oder Moose Blood gecovert.  "Rancore" kommen aus Dülmen. Nicht nur dort ist Metal beliebt, diese Musikrichtung hat auch in Haltern viele Anhänger. Die vier Rocker blicken düster drein und lassen es krachen, nehmen sich selbst aber auch nicht allzu ernst. Der Spaßfaktor ist hoch, jede Menge Sympathiepunkte sind den Jungs schonmal sicher.
"Repulse" aus Haltern laden auf ihrer Facebookseite zu ihrem ersten Gig im Trigon ein. Ein Heimspiel, und dazu noch das erste, ist immer etwas Besonderes und der Adrenalinüberschuss kann bei so einem Konzert nur von Vorteil sein. Die fünf Jungs spielen eigene Songs des Genres Melodic Metal und haben sich dabei von Bands wie Trivium, Children of Bodom und Amon Amarth inspirieren lassen.  "SKArtoffel" machen schon alleine wegen des lustigen Namens Lust. Todernster Rock ist hier nicht zu erwarten, SKA ist ja auch eher dem Reggae entlehnt, natürlich deutlich flotter und peppiger. Präsentiert wird eine Mischung aus Punkrock, Rockabilly und einer Blaskapell. Gegründet in 2017 können die sechs Jungs aus Dülmen nun schon auf eine Auftrittshistorie zurückblicken, die sich sehen lässt. Vom Münsterland bis hin zum Ruhrpott bespielten sie in kürzester Zeit, und noch vor ihrer ersten CD-Pressung, verschiedene Regionen und teilten sich die Bühne dabei mit regional, national, sowie international namenhaften Künstlern.  "Rovar" spielen in dieser neuen Formation zum ersten Mal in Haltern. Kann Frontmann Luca Mewes auch in diesem Jahr den JABO, den Kulturförderpreis des Rockbüros, in Händen halten? Das Trio nimmt im November seine erste CD auf, die in 2019 erscheinen wird. Stilistisch liefern Rovar solide, harte Riffs mit modernen Einflüssen. Allerdings sind der 70er Vibe und Einflüsse aus dem Blues nicht zu überhören.  "Notune" aus Haltern spielen in dieser Formation erst seit drei Wochen. Rock 'n' Roll ist eben nicht nur was für Jungs, einige der größten Rockröhren sind immerhin Damen. Die drei Mädels und zwei Jungs von "Notune" kommen aus Haltern und Münster und proben in Flaesheim. Orientiert wird sich an Rise against und Rage, einige Songs werden gecovert, einige sind der eigenen Kreativität entsprungen.

Der Jugendkultur Förderpreis findet statt am 10. November 2018 im Trigon und startet um 17.30 Uhr. Um 23.00 Uhr übergibt Bürgermeister Klimpel der Siegerband den JABO. Der Eintritt kostet 3,- Euro. Der Sieger wird gewählt von einer Fachjury und dem Publikum. Wird die Entscheidung eng, entscheiden die Publikumsstimmen.

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