Auffang- und Ausgewöhnungsstation für Greifvögelin der Haard
Ein Hospital für Habicht und Co

Im Bereich des Umspannwerk Kusenhorst an der Stadtgrenze zwischen Haltern und Marl fanden Mitarbeiter des Baubhofes einen verletzten Greifvogel. Foto: Bludau
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  • Im Bereich des Umspannwerk Kusenhorst an der Stadtgrenze zwischen Haltern und Marl fanden Mitarbeiter des Baubhofes einen verletzten Greifvogel. Foto: Bludau
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Haltern/Dorsten. Ende Juni machten die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Dorsten einen ungewöhnlichen Fund: Im Bereich des Umspannwerk Kusenhorst an der Stadtgrenze zwischen Haltern und Marl fanden sie einen verletzten Greifvogel. Auch für solche Fälle wird die Feuerwehr gerufen und ist gerüstet.

Durch einen beherzten Griff von Oberbrandmeister Dennis Meenke wurde der Habicht eingefangen und mit Wasser erstversorgt. Anschließend ging es zur Greifvogel-Auffangstation in die Haard nach Haltern. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Einrichtung? Mit der Auffang- und Ausgewöhnungsstation für Greifvögel und Eulen in der Haard leistet der Regionalverband Ruhr einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung besonders gefährdeter und geschützter Tierarten. Die Station wurde 1995 am Forststützpunkt in der Haard von Falkner Michael Hähnel gegründet und seitdem von ihm geleitet. Es entspricht der Tradition des RVR, dass es - wie bei den meisten seiner anderen Einrichtungen - auch an dieser Station ein breites Informationsangebot gibt. Im Rahmen einer Führung erfahren die Besucher vieles über die heimischen Greifvögel und Eulen, die Arbeit der Station und die Zusammenarbeit mit den Landschafts- und Jagdbehörden, die Falknerei und über den Umgang mit Greifvögeln und Eulen unter Beachtung des geltenden Rechts. Aufgenommen werden verletzte, kranke oder verwaiste Tiere. Untrügliches Anzeichen hierfür ist vor allem, dass ein Tier seine angeborene Scheu verliert und sich sogar berühren lässt. Diese Tiere werden dann in die Station gebracht - meistens von Privatpersonen, Tierärzten, der Polizei oder Feuerwehr. Sie werden dort medizinisch versorgt und durch Ruhe und artgerechte Nahrung wieder aufgebaut. Nach erfolgreicher Behandlung werden sie wissenschaftlich gekennzeichnet (Beringung) und anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Im Durchschnitt werden pro Jahr 70 bis 80 Tiere aufgenommen. Die Greifvogelauffangstation bietet Führungen für Gruppen, Schulklassen, zu Geburtstagen etc. an, die ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung mit dem Leiter der Station stattfinden. Weitere Informationen unter Tel.: 02364/15709

Im Bereich des Umspannwerk Kusenhorst an der Stadtgrenze zwischen Haltern und Marl fanden Mitarbeiter des Baubhofes einen verletzten Greifvogel. Foto: Bludau
Durch einen beherzten Griff von Oberbrandmeister Dennis Meenke wurde der Habicht eingefangen und mit Wasser erstversorgt. Foto: Bludau
Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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