Schutz von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen im Blickpunkt
Landschaftsplan Lippe setzt Rahmen für den Artenschutz

Der Landschaftsplan unterscheidet sich von der vorherigen Verordnung in wenigen, aber für den Natur- und Artenschutz entscheidenden Punkten. Grafik: Kreis
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Haltern/Kreis. Um den Schutz von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen entlang der Lippe geht es im Landschaftsplan Lippe des Kreises Recklinghausen. Der Landschaftsplan als Satzung löst seit diesem Jahr eine Verordnung der Bezirksregierung für das Gebiet um den 62 Kilometer langen Lippeverlauf ab.

Der Landschaftsplan unterscheidet sich von der vorherigen Verordnung in wenigen, aber für den Natur- und Artenschutz entscheidenden Punkten. So ist das Kanufahren in zwei Teilabschnitten von insgesamt neun Kilometern ab dem 1. April auf der Lippe nur noch für eine begrenzte Zahl von Booten gleichzeitig gestattet und pro Kanu muss ein Insasse im Besitz eines Nachweises über die Teilnahme an eine DKV-Ökoschulung sein. Für Angler wird der wertvollste Teilbereich der Lippeauen zwischen A 43 und Lippramsdorfer Straße nur außerhalb der Winterruhe und Rastzeit der heimischen Vogelwelt zugänglich sein. Der Fachdienst Umwelt des Kreises Recklinghausen begleitet die Entwicklung des Naturschutzgebietes rund um das Lippeufer intensiv in den nächsten sechs Jahren. Dabei untersucht er unter anderem, ob und wie sich der Lebensraum oder auch die Artenvielfalt verändert. Gegebenenfalls wird die Satzung noch einmal angepasst. Überprüft werden dann auch die Einschränkungen, die mit dem Landschaftsplan für Kanuten und Angler getroffen wurden. "Das Naturschutzgebiet Lippeaue ist ein Schutzgebiet von europäischem Rang, ein Flora-Fauna-Habitat-Gebiet. Der Kreis Recklinghausen ist mit dem Landschaftsplan Lippe seiner Verpflichtung nachgekommen, die Lippeauen zu schützen und dafür zu sorgen, dass das Gebiet ein geeigneter Lebensraum für die dort ansässige Arten bleibt", erklärt Karl Malden, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen. Der Landschaftsplan Lippe besteht aus zwei Teilen: einem kartographischen Teil mit einer Karte der Entwicklungsziele und einem textlichen Teil mit Rechtgrundlagen, Planungsvorhaben, Zielkonzept und Verfahrensablauf. Einzusehen ist der Landschaftsplan unter www.kreis-re.de im Bereich "Umwelt".

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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