Verwaltung kritisiert neuen Regionalplan
Haltern braucht mehr Entwicklungsflächen

Josef Hovenjürgen, Bodo Klimpel und Dr. Andrea Rüdiger (v.li.) sprachen jetzt über den Regionalplan, der Halterns Interessen zu wenig berücksichtigt. Foto: Stadt
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  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern am See hat nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen eher negative Aussichten, die sich aus dem neuen Regionalplan ergeben. Darüber diskutierten jetzt Bürgermeister Bodo Klimpel, Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger gemeinsam mit dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Josef Hovenjürgen.

Er ist gleichzeitig Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, die letztlich über den neuen Regionalplan entscheiden wird. „Wir werden einer schlechten Planung aber keine Zustimmung geben“, versicherte Hovenjürgen.
Denn er ist sich mit Klimpel und Dr. Rüdiger einig, dass es für Haltern am See nicht akzeptabel ist, gerade einmal je acht Hektar Wohnbau- und Gewerbeflächen entwickeln zu können. „Das ist letztlich eine Nullentwicklung für die nächsten 20 Jahre“, ärgert sich Hovenjürgen, der den Vergleich zu den Nachbarkommunen wie Dülmen und Olfen sieht, die über ganz andere Größenordnungen reden. 

„Ich erwarte von einer Regionalplanung, dass sie einer Stadt wie uns zum Beispiel sagt, ihr habt 35 Hektar für die Entwicklung zur Verfügung, davon dürft ihr 25 nutzen, an welchen Stellen, entscheidet ihr. Dann könnte man endlich wieder von einer kommunalen Planungshoheit reden, die ich für sehr wichtig und auch angemessen halte.“

Für Bürgermeister Bodo Klimpel steht fest, dass die bisher schon seitens der Stadt dem RVR vorgetragenen Argumente gegen die neue Planung komplett negiert worden sind. „Ich erwarte von einer Regionalplanung, dass sie einer Stadt wie uns zum Beispiel sagt, ihr habt 35 Hektar für die Entwicklung zur Verfügung, davon dürft ihr 25 nutzen, an welchen Stellen, entscheidet ihr. Dann könnte man endlich wieder von einer kommunalen Planungshoheit reden, die ich für sehr wichtig und auch angemessen halte.“Das würde auch Josef Hovenjürgen begrüßen, der zudem darauf verweist, wie wichtig es sei, dass die Städte erstens gleich behandelt werden müssten und zweitens auch konkret die Halterner Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten erhalten sollten, in ihrer Heimatstadt zu bauen. Gleiches gelte für die heimischen Betriebe, die auch Erweiterungspotenziale bräuchten, um konkurrenzfähig zu bleiben. „Diese Fakten nehme ich für die weitere Arbeit auch mit in die Verbandsversammlung und in die Landtagsfraktion.“
Für Dr. Andrea Rüdiger steht gerade auch die Entwicklung von mehr Wohnbauflächen im Fokus: „Wir wollen alle, dass wir bei den Preisen auf diesem Gebiet eine Entspannung bekommen. Durch diese restriktive Politik des RVR erreichen wir aber genau das Gegenteil.“

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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