"Kurve kriegen": Kampf gegen Jugendkriminalität

Für die Stadt Haltern am See war Kämmerer Dirk Meussen bei Vertragsunterzeichnung.
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Haltern. Das Ziel, Kindern und Jugendlichen rechtzeitig einen Ausweg von ihrer Route in Richtung Kriminalität zu zeigen, wird von jetzt an im Polizeipräsidium Recklinghausen auch mit der Landesinitiative „Kurve kriegen“ verfolgt. Mit im Boot sitzt auch die Stadt Haltern am See.

Seit Jahren spielt die Bearbeitung von Jugendkriminalität im Zuständigkeitsbereich der Polizei Recklinghausen eine besondere Rolle. Seit langem wird bereits das Intensivtäterkonzept in den Regionalkommissariaten umgesetzt. Das „Präventions- und Handlungskonzept gegen Gewalt in Marl“ erhielt im Jahr 2013 den „Landespreis für Innere Sicherheit“. Diese Konzepte werden nun durch die erfolgreiche Landesinitiative „Kurve kriegen“ ergänzt.Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: „Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ,Kurve kriegen‘ gehen wir nicht nur einen weiteren wichtigen Schritt in der Präventionsarbeit, sondern wir senden auch ein wichtiges Signal: Wir kümmern uns und wir helfen. Diese Landesinitiative mit ihrer im Rahmen einer Evaluation nachgewiesenen Wirksamkeit ist dabei ein ganz wichtiger Baustein. Die Entwicklung von Kindern wird maßgeblich von den persönlichen Lebensumständen beeinflusst. Negative Lebensumstände können Delinquenz und Straftaten begünstigen. Genau da müssen wir ansetzen. Genau da setzt ,Kurve kriegen‘ an.“

Negative Lebensumstände können Delinquenz und Straftaten begünstigen

Der polizeiliche Ansprechpartner, die beteiligten elf Kommunen im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen und pädagogische Fachkräfte kümmern sich künftig gemeinsam um die Menschen, die bereits im Alter zwischen acht und 15 Jahren stark delinquent (Strafunmündige) sind oder viele Straftaten begehen. In ihrem Netzwerk werden Maßnahmen getroffen, die verhindern sollen, dass junge Menschen dauerhaft in die Kriminalität abrutschen.Mit Blick auf die vielen Opfer, die enormen sozialen Folgekosten, die ein so genannter Intensivtäter verursacht sowie seine zu erwartende Außenseiterrolle muss die Intervention frühestmöglich erfolgen - und zwar bevor die „Karriere“ Fahrt aufnimmt.
Zum Auftakt der Initiative in Recklinghausen unterzeichneten Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und die Bürgermeisterin der Stadt Waltrop sowie die Bürgermeister der anderen Kommunen im Kreis Recklinghausen und der Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Bottrop die Kooperationsvereinbarung. An dem Termin im Polizeipräsidium nahmen auch die Abteilungsleiterin der Polizei im Innenministerium,  Dr. Daniela Lesmeister, der polizeiliche Ansprechpartner, Kriminalhauptkommissar Thomas Kranjc und die pädagogischen Fachkräfte,  Damla Karakas und Stefan Bohm (beide AWO) teil. Die Bürgermeister/in der beteiligten Kommunen unterstützen die Initiative, indem die Jugendämter eng mit der Polizei und den pädagogischen Fachkräften kooperieren.

Jugendämter kooperieren eng mit der Polizei

Für die Stadt Haltern am See war Kämmerer Dirk Meussen bei Vertragsunterzeichnung. Er erklärte dazu: „Das ist eine gute Sache. Selbstverständlich beteiligt sich auch die Stadt Haltern am See an der durch das Ministerium geförderten Initiative ,Kurve kriegen‘ zur Bekämpfung der Jugendkriminalität im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Polizeipräsidium Recklinghausen und den Städten Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen und Waltrop. Ziel der Vereinbarung ist es, kriminalitätsgefährdeten Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren so früh wie möglich durch zielgruppenorientierte und koordinierte Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zu helfen, Wege aus der Kriminalität zu finden. Damit wird nicht nur eine Gefährdung des Kindes oder Jugendlichen selbst abgewendet, sondern es wird gleichzeitig Straftaten vorgebeugt und vermieden, dass Menschen Opfer von Straftaten werden.“

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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