SPD-Fraktion stellt Antrag auf Ampelmännchen mit lokalen Motiven
Lichtzeichenanlagen mit „Bergmann“ und „Römer“

Aktuell sind die Halterner Ampelanlagen für das „Stehen bleiben“ in Rot als für „Gehen“ in Grün mit dem gängigen Eurosymbol bestückt.
  • Aktuell sind die Halterner Ampelanlagen für das „Stehen bleiben“ in Rot als für „Gehen“ in Grün mit dem gängigen Eurosymbol bestückt.
  • Foto: Antje Bücker
  • hochgeladen von Antje Clara Bücker

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) teilte vor einigen Wochen mit, Städte in NRW dürften grundsätzlich „Ampelmännchen“ oder weitere Motive mit lokalem Bezug einführen. Die Kommunen sollten lediglich beachten, „dass es durch die abweichende Gestaltung nicht zu einer Gefährdung von Verkehrsteilnehmern kommt“. Für die kommende Ratssitzung bittet die SPD-Fraktion den nachfolgenden Antrag auf Ampelmännchen mit lokalem Bezug in der Tagesordnung zu berücksichtigen:

"Der Rat der Stadt Haltern am See beauftragt die Verwaltung, die Installation von Ampelmännchen mit den Motiven „Bergmann“ und „Römer“ an ausgewählten Standorten für das Stadtgebiet zu prüfen und umzusetzen.
Die erforderlichen finanziellen Mittel werden aus dem allgemeinen Etat zur Verfügung gestellt. Auch die Möglichkeit des Sponsorings durch Dritte wird zur Finanzierung der Maßnahmen zugelassen. Die Maßnahmen sollen zeitnah umgesetzt werden."

Die SPD begründet den Antag folgendermaßen: Aktuell sind die Halterner Ampelanlagen für das „Stehen bleiben“ in Rot als für „Gehen“ in Grün mit dem gängigen Eurosymbol bestückt. Zur Verdeutlichung der Verbundenheit  dieser Stadt mit den Themen „Bergbau“ als auch „Römerzeit“ bittet die SPD darum, Fußgängerampeln an ausgewählten Standorten mit den Motiven „Bergmann“ als auch „Römer“ auszustatten. Die vorgeschlagenen Motive symbolisieren die Verbindung der Stadt Haltern am See zu zwei sehr bedeutsamen und bis heute prägenden historischen Kapiteln der Stadtgeschichte.

Als Römerlager Haltern werden mehrere römische Militäranlagen auf dem Gebiet der Stadt bezeichnet. Verschiedene Anlagen wurden vermutlich zu Beginn der Zeitrechnung unmittelbar nördlich des Flusses Lippe angelegt. Im Zusammenhang mit den Vorgängen um die Varusschlacht wurde er wieder verlassen. Wie die Wissenschaftler heute vermuten, hatten die Anlagen zunächst eine rein militärische Funktion und sicherten die Lippe als Schifffahrtsweg ab. Später gewannen sie auch Bedeutung als Verwaltungszentrum und Handelsplatz. Das LWL-Römermuseum am historisch bedeutsamen Standort an der Weseler Straße ist dafür Zeugnis.

Der Vorsitzende der hiesigen IG BCE-Ortgruppe, Gerd Ribbeheger, hat in Gesprächen mit der SPD-Fraktion deutlich den Wunsch vorgetragen, in der Stadt wie auch in anderen Städten des Kreises Recklinghausen, Halterns Verbundenheit mit dem Bergbau durch „Bergmänner“ als Ampelmännchen zu bekunden. Mehrere Schachtanlagen befanden bzw. befinden sich auf Halterner Stadtgebiet und viele Bürger der Stadt waren im Bergbau tätig. Viele Bergleute kamen zu Beginn des letzten Jahrhunderts der Arbeit wegen in die Region und siedelten auch in Haltern. Mit der Schließung der letzten Steinkohlebergwerke in diesem Jahr (2018) geht dieser Industriezweig verloren. Die Tradition der Kumpel soll bleiben.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen