Regionalplan stellt auch für Haltern entscheidende Weichen
Silbersee ein Magnet der Ruhrregion

Aktuell entwickelt die Stadt einen Bebauungsplan für den Bereich Silbersee. Ziele sind unter anderem, mehr Parkraum zu schaffen und die Wirtschaftlichkeit der Gastronomie durch vier bis fünf Musikevents pro Jahr auf eine verlässliche Basis zu stellen. Foto: Archiv
  • Aktuell entwickelt die Stadt einen Bebauungsplan für den Bereich Silbersee. Ziele sind unter anderem, mehr Parkraum zu schaffen und die Wirtschaftlichkeit der Gastronomie durch vier bis fünf Musikevents pro Jahr auf eine verlässliche Basis zu stellen. Foto: Archiv
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Haltern. Seit vielen Monaten beschäftigen sich Politik und Verwaltung mit der Aufstellung des neuen Regionalplans Ruhr. Dieser gilt als das wichtigste Planungsinstrument für die Stadt, weil darin zum Beispiel festgelegt wird, wo es noch Wohnungsbau oder Gewerbeansiedlungen geben kann, wo Freizeiteinrichtungen ermöglicht werden können. In der letzten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses einigten sich die Mitglieder auf eine einstimmige Stellungnahme für die Seestadt.

Diese wird nun an den Regionalverband Ruhr (RVR) geschickt, wobei es noch die Möglichkeit gibt, seitens der Stadt Änderungen vorzunehmen. Denn auch der Rat wird sich mit diesem Thema noch beschäftigen und dann am 4. April sein endgültiges Votum abgeben. Insgesamt lobten die Fraktionen die umfangreiche Arbeit der Verwaltung und die gute Vorbereitung.Für Haltern am See ist es nach Auffassung der hier Verantwortlichen wichtig, dass der Silbersee als ein Magnet der Ruhrregion im neuen Regionalplan-Entwurf erwähnt wird. Bislang ist der Silbersee in dem RVR-Entwurf für den neuen Regionalplan gar nicht genannt, weil die Größe von knapp zehn Hektar unter die Darstellungsschwelle fällt.

Doch Politik und Verwaltung messen dem Silbersee als Freizeitstätte für das Ruhrgebiet eine hohe regionale Bedeutung zu. Sie vertreten deshalb die Ansicht, eine Nennung im Regionalplan würde das unterstreichen und den Standort sichern. Hier sind an heißen Sommertagen etwa 20.000 Badegäste anzutreffen. Aktuell entwickelt die Stadt einen Bebauungsplan für den Bereich Silbersee. Ziele sind unter anderem, mehr Parkraum zu schaffen und die Wirtschaftlichkeit der Gastronomie durch vier bis fünf Musikevents pro Jahr auf eine verlässliche Basis zu stellen. Der Halterner Politik ist es ebenso wichtig, den für Hullern-Ost in unmittelbarer Nachbarschaft zum Windpark Olfen dargestellten Windenergiebereich ersatzlos zu streichen. Eine weitere Verdichtung stelle für Hullern eine unzumutbare Belastung dar und würde Entwicklungschancen für Jahrzehnte unmöglich machen.

Thema war auch das ehemalige Wasag-Gelände in Sythen. Hier soll in der Trägerschaft des Kreises eine Bildungs- und Forschungseinrichtung entwickelt werden. Kreis und Stadt wünschen sich eine großflächige Ausweisung als „Siedlungsbereich für zweckgebundene Nutzung“, da neben den Naturflächen auch Platz sein müsse für bauliche Anlagen, die für die umfangreiche Altlastensanierung notwendig seien.Das Schachtgelände Haltern 1/2 soll nicht „allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich“ sein, sondern im Regionalplan ebenso wie Auguste Victoria 9 als „Waldbereich“ dargestellt werden. Damit entspricht die Stadt einem Anliegen der Bürgerinitiative gegen eine Forensik in der Haard. AV 8 soll dagegen als Gebiet für Gewerbe- und Industrieansiedlungen ausgewiesen werden. Erneut wurde der Ruf nach mehr Gewerbeflächen laut. Hier müsse der RVR deutlich mehr Möglichkeiten schaffen und die gleiche Messlatte anlegen, wie es zum Beispiel die Bezirksregierung für Dülmen praktiziert. Damit sollen erstens neue Arbeitsplätze geschaffen werden, zweitens müsse auch verhindert werden, dass Unternehmen abwandern, weil sie keine Entwicklungsperspektiven sehen. Politik und Verwaltung sind sich ebenso einig, dass im Stadtgebiet mehr Wohnungsbau ermöglicht werden müsse. Auch hier wird auf das Beispiel Dülmen verwiesen.

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