Menschen wegen Corona in großer Sorge
Händewaschen wichtigste Präventionsmaßnahme

So sehen die Corona-Viren unter dem Mikroskop aus.
  • So sehen die Corona-Viren unter dem Mikroskop aus.
  • Foto: Robert-Koch-Institut
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Kreis. Gerade seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektionen in Deutschland ist die Sorge bei den Menschen vor einer Ansteckung mit der neuartigen Lungenkrankheit groß. Das gilt auch im Kreis Recklinghausen. „Mundschutz-Masken sind derzeit stark gefragt und oftmals nicht mehr über den Großhandel erhältlich“, betont Juliane Stark-Kreul, Sprecherin der Apothekerschaft im ehemaligen Landkreis Recklinghausen.

„Aktuell empfohlen wird ein solcher Mundschutz aber vor allem den Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen – so lange kann es nach einer Ansteckung dauern, bis die Symptome auftreten – Kontakt zu einem Erkrankten hatten oder sich im chinesischen Risiko-Gebiet aufgehalten haben. Damit soll verhindert werden, dass sie andere anstecken.“

Symptome ähneln denen in der Grippe

Das Corona-Virus ruft die klassischen Symptome einer viral ausgelösten Lungenentzündung hervor: Fieber mit Husten, manchmal Atemschwierigkeiten und Muskelschmerzen. Die Symptome ähneln stark denen in der aktuellen Grippewelle. Um unnötige Verdachtsfälle zu vermeiden, sollten zur Vorbeugung von viralen Erkrankungen vor allem die zentralen Hygiene-Regeln beachtet werden. Damit kann man sich nicht nur vor dem Corona-Virus, sondern auch vor einem grippalen Infekt oder der echten Influenza schützen, wie Apothekerin Stark-Kreul herausstellt: „Der beste Schutz ist aktuell das regelmäßige Händewaschen, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Dies muss mindestens für 20 Sekunden und mit Seife geschehen. Die Wassertemperatur ist dabei nicht relevant.“

Besonders wenn man beispielsweise Türklinken oder Haltegriffe in Bus und Bahn angefasst hat, sollte man sich die Hände waschen oder zwischendurch ein Handgel zur Desinfektion benutzen. „Hier sollte man darauf achten, dass das Gel auch gegen Viren hilft. Viele im Handel erhältliche Mittel helfen nur gegen Bakterien. Die Apotheke vor Ort hilft bei der Auswahl des passenden Handdesinfektionsmittels“, so Stark-Kreul. Aber: „Es ist wichtiger, sich regelmäßig mit normaler Seife gründlich die Hände zu waschen, als sich nur zweimal am Tag die Hände zu desinfizieren.“ Zudem sollten zum Naseputzen Einweg-Taschentücher benutzt und danach über den Restmüll entsorgt werden.

Ruhe bewahren

Trotz der aktuellen Nachrichtenlage plädiert Stark-Kreul dafür, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Wichtig sei vielmehr, die Empfehlungen für die Handhygiene einzuhalten und die Husten-und-Nies-Etikette zu beachten: Man sollte nicht in die Hände, sondern idealerweise in ein Taschentuch niesen oder husten und sich dabei von anderen Menschen wegdrehen. Ist gerade kein Taschentuch zur Hand, soll eher die Armbeuge herhalten – nicht die Hand. Und natürlich gilt auch nach dem Naseputzen: gründlich Händewaschen.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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